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Interview mit „The Bluesanovas“ vor dem Auftritt am Sonntag (29. August) auf den Kulturwiesen

„Wir spielen gerne unter freiem Himmel“

Alverskirchen

Sie sind erst ein paar Jahre im Musikgeschäft und spielen mit großer Leidenschaft und vielfältigem Können eine Musik, die es seit Generationen gibt: den Blues – nie mainstreamig und immer bodenständig. „The Bluesanovas“ gehören mit zu dem Besten was die 2010er-Jahre hervorgebracht haben. Am Sonntag (29. August, 18 Uhr) treten sie endlich wieder in der Nähe ihrer Heimat Münster auf: konkret auf den Kulturwiesen in Alverskirchen.

Von Peter Sauer

Am Sonntag (29. August, 18 Uhr) treten (v.l.) Tim Kirschke, Melvin Schulz, Philipp Dreier, Filipe de la Torre (2.v.r.), Nico Dreierbesser, bekannt als „The Bluesanovas“, auf den Kulturwiesen Alverskirchen auf.. Foto:

Im Juli traten sie als einzige deutsche Band auf den Azoren auf. Am Sonntag (29. August, 18 Uhr) kommt die preisgekrönte Formation „The Bluesanovas“ (unter anderem: German Blues Award 2020) auf die Kulturwiesen. Grund genug für ein Interview mit Gitarrist Filipe de la Torre, Student für E-Gitarre an der Musikhochschule Münster, über die Liebe zum Blues und das Spielen im Freien.

Was macht für euch als junge Männe in den Zwanzigern den Blues so attraktiv?

Filipe de la Torre: Bei einer Session im „Bunten Vogel“ in Münster packte mich der Blues, als ich 17 Jahre alt war. So stark, dass ich ihn unbedingt spielen wollte.

Was hat der Blues, was andere musikalische Stilrichtungen nicht haben?

Filipe de la Torre: Der Blues ist in seiner Musik und seinen Texten so bodenständig, tief und nahe. Er ist der größte kleinste gemeinsame Nenner alle Dinge, die im Leben und in der Musik wichtig sind. Und wir merken beim Publikum quer durch alle Generationen, dass das sehr gut ankommt.

Zweiter „Aufschlag“ in 14 Tagen

Wart Ihr vorher schonmal auf den Kulturwiesen?

Filipe de la Torre: Das erste Mal war kürzlich beim Benefizkonzert „lass uns helfen!“ zugunsten der Flutopfer in der Eifel. Die Stimmung auf den Kulturwiesen ist erstklassig. Und in einer Live-Programmreihe zu spielen, bei der auch Götz Alsmann und Lisa Feller mit von der Partie sind, ja, das macht uns schon stolz.

Mehr zu "The Bluesanovas" unter: www.thebluesanovas.de; https://www.facebook.com/bluesanovas/ Foto: The Bluesanovas

Was erwartet das Publikum auf den Kulturwiesen?

Filipe de la Torre: Unser Programm ist immer anders, da wir auch gerne in der Band improvisieren. So haben wir sehr viele Freiheiten, und bieten auch uns immer wieder einen neuen Live-Abend. Unter anderem haben wir unsere ganz neue Interpretation des Muddy Waters`Klassikers „I can´t Be Satisfied“ im Gepäck. Das Original stammt aus dem Jahre 1948. Wir spielen es im zeitgemäßen Sound.

Wird es auch wieder einen ganz besonderen „intimen“ Moment geben?

Filipe de la Torre: Es wird sicher wieder eine ruhige Nummer geben, wo wir fünf Musiker alle vorne stehen, nur mit Slide-Gitarre, Kontrabass und Perkussionsinstrumenten und mit dem Publikum gemeinsam bluesen werden.

Ganz nah mit dem Publikum

Ist draußen zu spielen nicht aufgrund des wechselvollen Wetters dieses Sommers ein Wagnis?

Filipe de la Torre: Draußen zu spielen hat von sich aus eine ganz besondere Magie. Was man im Club oder in einer Veranstaltungshalle mit Lichtern versucht, schafft die Natur bei Open-Air-Konzerte ganz alleine. Diese besondere Stimmung zu schaffen, eine einzigartige Atmosphäre, ob mit Sonnenuntergang, oder münsterländischem Nieselregen. Das Publikum ist auch gefühlt näher, lockerer und ausgelassener – auch unter Wahrung aller Corona-Regeln

Wenige Restkarten nur unter kulturwiesen.de

Wie läuft der Vorverkauf für Alverskirchen?

Filipe de la Torre: „Grandios. Es sind schon rund 350 Karten weg, das ist mehr als wir jemals zuhause in Münster verkauft haben. Unbeschreiblich. Wir werden uns mit einem Blues-Feuerwerk revanchieren.  Restkarten gibt es noch über die Homepage kulturwiesen.de.

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