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Einsatz an Heiligabend

Zwei Verletzte nach Gasaustritt

Beckum

Feuerwehr und Polizei mussten an Heiligabend zu einem Einsatz in Beckum ausrücken: In einer Wohnung war es zu einer erhöhten Gaskonzentration gekommen - zwei Personen hatten draufhin gesundheitliche Schäden erlitten. Nun konnte die Unglücksursache ermittelt werden. 

Von Max Lametz 

Gegen 19 Uhr ging am Freitagabend der Alarm bei der Feuerwehr und Polizei ein. Foto: Max Lametz

Der Vorfall in dem Mehrfamilienhaus in der Friedrich-von-Bodelschwingh-Straße (Neubeckum) wurde gegen 19 Uhr gemeldet. Aus bislang unbekannten Gründen kam es laut Bericht der Polizei zu einer erhöhten Gaskonzentration in der Wohnung. Ein 22-jähriger soll laut Informationen unserer Redaktion beim Duschen plötzlich bewusstlos geworden sein. Die Feuerwehr rückte daraufhin mit dem Alarmstichwort „Person hinter Tür” aus.

Auch ein ABC-Zug der Feuerwehr Beckum wurde hinzugerufen. Ein Atemschutztrupp ging sofort zur Menschenrettung vor, evakuierte das gesamte Haus: Während des Einsatzes mussten alle anwesenden Bewohner das Haus verlassen, konnten aber gegen 21 Uhr wieder zurück in ihre Wohnungen. In der betroffenen Wohnung fanden die Rettungskräfte zwei bewusstlose Männer - den 22-Jährigen sowie einen 65-Jährigen - vor, die sofort ins Krankenhaus eingeliefert wurden.

Erhöhte Kohlenstoffmonoxid-Menge

Es  wurde bei anschließenden Messungen eine erhöhte Menge Kohlenstoffmonoxid festgestellt, die auch bereits bis in das darunter liegende Geschoss durch die Betondecken gedrungen war. Wie schwer sich der 23, und 65-jährige bei dem Gasaustritt verletzten ist noch unklar. Die Bewohner die nach der Evakuierung zwischenzeitlich vom Rettungsdienst betreut wurden, konnten nach dem die Wohnungen alle frei gemessen wurden, sich wieder in Ihre vier Wände begeben.

Neben der Feuerwehr Beckum unterstützte auch ein Rettungswagen aus Ahlen die Maßnahmen vor Ort, zudem wurden noch während des Einsatzes das Ordnungsamt Beckum sowie der zuständige Energieversorger hinzugezogen. 

+++ UPDATE:

Die Ermittlungen zur Unglücksursache ergaben, dass die Wohnungsinhaber einige Tage zuvor eine Dunstabzugshaube angebracht hatten, die wie die Gastherme an den Kamin angeschlossen wurde. Durch den Betrieb der Dunstabzugshaube konnten die Gase der Therme nicht ordnungsgemäß abziehen, sodass die Abgase in den Raum gelangten und zwei Bewohner verletzt wurden, berichtete die Polizei am Mittwoch (29.12.).

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