1. www.wn.de
  2. >
  3. Münsterland
  4. >
  5. Kruder Spaß an der Zerstörung

  6. >

Beschädigte Heiligenfiguren

Kruder Spaß an der Zerstörung

Dülmen

Wer steckt hinter der Zerstörung von Heiligenfiguren in Dülmen und Umgebung? Die Vandalismus-Serie stellt die Polizei derzeit vor ein Rätsel. Jetzt wollen Dülmens Schützenvereine eine Belohnung aussetzen.

Markus Michalak

Auch die Christusfigur bei Haus Merfeld wurde in Mitleidenschaft gezogen. Foto: Markus Michalak

Insgesamt 30 Fälle von beschädigten Heiligenfiguren in Dülmen und Umgebung zählt Mirko Stein von der Polizei in Münster inzwischen auf. Der Täter bleibt also aktiv. „Bisher hat er zumeist am Wochenende zugeschlagen“, erklärte Stein.

Unterdessen wertet eine Sonderkommission von Kreispolizei und Staatsschutz Spuren aus, darunter inzwischen auch eine ganze Reihe von Zeugenhinweisen. „Noch haben wir sie nicht, die berühmte heiße Spur, aber es gibt einige Hinweise, welche die Ermittler weiterbringen könnten“, so Stein.

Weiterbringen wird nach seiner Überzeugung die Ermittlungen auch der Plan von Dülmens Schützenvereinen, eine Belohnung auszusetzen, die zur Ergreifung des Täters führt. „Das halte ich für eine sehr gute Idee. Erfahrungsgemäß gehen dadurch weitere Zeugenhinweise ein.“ Die Idee war vom Verein der Karthäuser ins Spiel gebracht worden, an deren Ehrenmal eine metallene Christus-Figur geschändet worden war. Sie haben alle 17 Dülmener Schützenvereine gebeten, für die Belohnung zu sammeln. Denn die Dülmener wollen wissen, wer und was hinter den Anschlägen auf die sakralen Statuen steckt.

Der materielle Schaden geht in die Hunderttausende. Viel interessanter dürfte jedoch die Antwort auf die Frage sein, was in einem Menschen vorgeht, der sich an Statuen und anderen Objekten mit christlichem Hintergrund vergreift.

Startseite
ANZEIGE