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Philippe Lefebvre in St. Lamberti beim Orgelsommer

Frankreichs schönste Klänge

Münster

Philippe Lefebvre ist Titularorganist an einem der berühmtesten Instrumente: der großen Orgel von Notre-Dame in Paris. Die wird gerade gereinigt und rekonstruiert. Aber auch in Münsters Lambertikirche fühlt sich Lefebvre offenbar heimisch.

Von Christoph Schulte im Walde

Philippe Lefebvre Foto: Christoph Schulte im Walde

Eine gute Stunde Frankreich pur. Und buchstäblich aus ersten Händen und Füßen! Philippe Lefebvre gastierte am Samstag beim Orgelsommer in der Lambertikirche – und schöpfte aus dem Vollen. Das Instrument der Lambertikirche hat ja alles, was für die schönsten orgelmusikalischen Preziosen der Franzosen nötig ist. Lefebvre, einer der drei Titularorganisten an der Pariser Kathedrale No­tre-Dame, schwelgte in feierlichen Trompetenregistern am Ende von César Francks a-Moll-Choral, nachdem er zuvor die Solo-Oboe sanft durch den Raum hatte schweben lassen. Und für Lefebvres eigene Bearbeitung von Claude Debussys „Clair de lune“ gab es jenen warmen Klang der Orgel-Flöten, die diesem im Original eigentlich für Klavier geschriebenen Stück einen besonderen Reiz geben. Lefebvres Debussy-Version ist eine echte Bereicherung des Orgel-Repertoires, zumal Debussy keine Orgelwerke komponiert hat.

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