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„Apokalypse Baby“ feiert im U2 des Theaters Münster Premiere

In dunklen Nischen unterwegs

Münster

Der Roman „Apokalypse Baby“ der französischen Autorin Virginie Despentes erschien 2010. So ziemlich jede Person in dieser giftigen Mischung aus Krimi, Roadmovie und Gesellschaftssatire ist an irgendwelchen Ansprüchen gescheitert – den eigenen oder denen der Gesellschaft. Das zeigt sich auch in der Bühnenadaption von Regisseur Tobias Dömer, die am Sonntag im U2 des Theaters Münster Premiere feierte.

Von Helmut Jasny

Szene mit Regine Andratschke, Marlene Goksch und Yana Robin la Baume

Als Lucy jung war, hat sie bunt gelebt. Doch dann wurde es karrieremäßig plötzlich eng. Jetzt, mit Mitte Dreißig, bleibt ihr nur noch ein schlecht bezahlter Job als Privatdetektivin, für den sie zudem noch völlig ungeeignet ist. Als sie die 15-jährige Valentine beschatten soll, geht ihr der Teenager auch prompt durch die Lappen, sodass sie ihr Honorar in fremde Hilfe investieren muss. Diese findet sie bei der „Hyäne“, einer beinharten Schnüfflerin, die es mit den Gesetzen nicht so genau nimmt. Zusammen machen sie sich auf die Suche nach Valentine, die von ihrer Großmutter als „gefährdet“ eingestuft wird, von Lucy hingegen als „leichtsinnig, flippig und sexgeil“.

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