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Die Musiklandschaft Westfalen setzt auf sicheren Musikgenuss an der frischen Luft

Leckere Klänge in Park und Garten

Münsterland

Im Freien, mit Abstand in frischer Luft können sich die Menschen recht sicher vor Corona fühlen. Darauf und auf den Hunger nach Live-Kultur baut das bekannte Festival.

Harald Suerland

Fast wie die Hühner auf der Stange präsentieren sich die „Höhner“ in Raesfeld. Am diesjährigen Festival „Musiklandschaft Westfalen“ nimmt auch Justus Frantz teil. Foto:

Die einen flanieren, die anderen musizieren: Mit dieser Konstellation hat Dirk Klapsing gute Erfahrungen gemacht. Der Intendant der „Musiklandschaft Westfalen“ wurde im vergangenen Jahr, wie alle Kulturveranstalter, von der Pandemie „kalt erwischt“, hat dann aber mit neuen Formen reagiert: Das Autokino erwachte als improvisierter Konzert-Ort zu neuem Leben, und mit kleinen Klassik-Ensembles lud das Festival Zuhörer zum Musikgenuss in Park und Garten ein – mit reichlich Platz an der gesunden frischen Luft. „Die Leute waren total begeistert“, erzählt Klapsing: Endlich wieder Konzerte, und durch den Abstand, den man problemlos einhalten konnte, gab es keine Furcht vor Corona.

So plant er auch für diesen Sommer ein rundes Dutzend Flanierkonzerte, bei denen sich jeweils an einem Sonntag drei Konzerte an einem Ort aneinanderreihen, um 11, um 13 und um 15 Uhr. Zu den Spielstätten gehören das Gut Heidefeld in Bocholt-Spork oder, neu im vergangenen Jahr, der Garten des Heinrich-Neuy-Bauhaus-Museums in Borghorst. Noch sind die Planungen nicht beendet, aber eine Idee deutet Klapsing schon an: So möchte er zunächst ein Streichquartett und dann ein Saxofonquartett auftreten lassen, die sich schließlich zu einem unkonventionellen Ensemble zusammenfinden.

Aber auch größere Formate sollen in der Musiklandschaft Westfalen stattfinden, zumeist unter freiem Himmel, gelegentlich auch in weit geöffneten Scheunen oder unter einem luftigen Glasdach, nämlich auf Dülmens „Markt der Möglichkeiten“. Dann sind auch wieder Orchester zu hören, in klassisch kleiner Besetzung: Aus Österreich kommt das Junge Tonkünstler-Orchester und präsentiert Kammermusik, das Festival selbst ist mit seiner Festival-Philharmonie Westfalen und einem guten alten Bekannten vertreten: Justus Frantz wird als Pianist und Dirigent „Wiener Abende“ präsentieren, bei denen Mozart und Beethoven im Zentrum stehen. Das musikalische Alternativprogramm kommt von der Band „Höhner“ und von Götz Alsmann: Sie holen ihre für den letzten Sommer geplanten Konzerte nach. Erweitert wird das Spektrum durch die Zucchini Sistaz, die Beatles-Tribut-Band „Kaiserkeller“ und einen Auftritt der beliebten Storno-Truppe in Raesfeld.

Ob das denn alles mit immer neuen Corona-Schutzverordnungen funktioniert? Dirk Klapsing denkt positiv und ist mit den zuständigen Gesundheitsämtern im regen Austauscht. Die Kontaktnachverfolgung sei durch die Kartenbestellung kein Problem, zusätzlich hofft er auf die Luca-App, und für das Publikum ist ein luftiges Schachbrettmuster vorgesehen – wegen der halbierten Zuschaueranzahl finden die Konzerte zwei Mal pro Abend statt (18 und 20.30 Uhr). Anreisen in vollen Bussen und Bahnen sind in der „Musiklandschaft“ ohnehin kein Thema.

Und dann gibt es noch eine im wahren Wortsinne leckere Neuerung: Um auch „kulinarisch zu punkten“, bietet das Festival den Zuhörern einen westfälischen Gourmet-Korb an, den sie individuell zusammengestellt buchen können, zu buchen auf der Festival-Homepage. Auch das Catering soll gleichermaßen schmackhaft wie coronakonform sein.

Nach derzeitigem Stand beginnt das Festival am 13. Juni. Genaue Informationen im Festivalbüro.

Telefon: 02861 703 85 86

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