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Neue Mobilitätsoffensive

Landräte setzen auf Velorouten

Münsterland

Erst die harsche Kritik, dann der kühle Konter, nun das Versöhnungsangebot: Um die Verkehrsverbindung zwischen dem Münsterland und der Stadt Münster zu verbessern, setzen die vier Landräte und Münsters Oberbürgermeister Markus Lewe nun auf den Ausbau der geplanten Velorouten.

Von Elmar Ries

14 Velorouten sind im Münsterland geplant. Sie sollen das Umland besser mit dem Oberzentrum verbinden und eine echte Alternative zum Auto darstellen. Foto: Günter Benning

„Es muss alles dafür getan werden, die Verkehrsverbindungen zwischen Stadt und Land zu erhalten und zu modernisieren“, erklärte Dr. Olaf Gericke, Landrat im Kreis Warendorf und Sprecher der Fünf, am Montag. Das Münsterland sei die stärkste Fahrradregion in NRW; knapp 25 Prozent aller Wege würden mit dem Rad erledigt. „Das wollen und können wir steigern durch den weiteren Netzausbau für schnellere Fahrradmobilität im Alltagsverkehr“, so Gericke.

Aus Sicht der Münsteraner erstickt die Stadt im Autoverkehr, aus Sicht der vielen Pendler gibt es kein Hineinkommen in die Stadt. Die Problemlage ist für alle gleich, die Bewertung unterschiedlich. Grüne, SPD und Volt in Münster wollen die Altstadt möglichst autofrei halten, Die Umland-Politiker sehen hierin eine Verteufelung der auf dem Land notwendigen Pkw-Mobilität. Genau dies prangerten die Landräte in einem ersten Aufschlag an, sie liefen damit prompt in einen Konter des münsterschen Parteien-Trios: Sie, die Kreise, hätten schon lange in die Bus- und Bahnverbindungen investieren können …

Velorouten als Versöhnungsangebot

Nun also die Velorouten als Versöhnungsangebot. 14 davon sind schon seit geraumer Zeit geplant – und teilweise verwirklicht. Sternförmig sollen sie im Endausbau aus den Kreisen auf Münster zulaufen. Für Münsters Oberbürgermeister könnten sie „ein entscheidender Beitrag zur Verkehrswende“ sein. „Ich bin überzeugt, dass die Velorouten viele Menschen animieren werden, auf umweltfreundliche Verkehrsmittel umzusteigen.“

Münsters Oberbürgermeister Markus Lewe

In einem gemeinsamen Positionspapier fordern die Landräte und Münsters Oberbürgermeister einen Schulterschluss zwischen Stadt und Land – und von der Landesregierung mehr Unterstützung beim Ausbau dieses münsterlandweiten Mobilitätsprojektes.

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