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Corona-Pandemie

Lockerungen in NRW - Laschet präsentiert Stufenplan

Düsseldorf

Die wieder erlaubten Besuche in Pflegeheimen zum Muttertag waren nur der Startschuss für ein ganzes Bündel von jetzt absehbaren Lockerungen für das Alltagsleben. Nach der Schalte zwischen Länderchefs und Kanzlerin erklärte Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) Details des „Nordrhein-Westfalen-Plans“. 

Hilmar Riemenschneider

Armin Laschet, Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, spricht bei einer Pressekonferenz. Foto: Federico Gambarini

Den habe er schon in der Schublade gehabt, aber das Gespräch abwarten müssen. Zuletzt war Laschet in die Kritik geraten, weil er immer wieder Schritte zurück in die Normalität gefordert hatte. In NRW ist die Zahl der täglichen Neuinfektionen binnen eines Monats von rund 1200 auf unter 200 gesunken, sagte Laschet. Bundesweit wurde eine Obergrenze von Infektionen vereinbart. Wird diese überschritten, müssen die ­lokal Verantwortlichen die Lockerungen wieder zurücknehmen.

  • Gastronomie: Ab kommendem Montag dürfen Restaurants und Cafés wieder öffnen, wenn sie die ­Hygieneregeln einhalten. Ferienwohnungen und Campingplätze können wieder genutzt werden. Für Hotels gilt die Freigabe ab Christi Himmelfahrt. Hart trifft die Regel indes Betreiber von Clubs, Bars und Diskotheken – diese bleiben bis auf Weiteres noch geschlossen.
  • Handel: Ab Montag gibt es keine Beschränkung mehr für die Geschäfte, alle können öffnen. Allerdings müssen sie darauf achten, dass sich nur ein Kunde je zehn Quadratmeter im Laden aufhält.
  • Sport und Freizeit: Bereits ab Donnerstag (7. Mai) sind kontaktlose Sportarten im Freien wieder erlaubt, Reitsport auch in geschlossenen Hallen. Fitnessstudios, Tanzschulen und Sporthallen können unter Einhaltung der Abstands­regeln ab Montag starten. Ab 30. Mai ist auch Sport mit Körperkontakt und in geschlossenen Hallen erlaubt. Freibäder dürfen am 20. Mai öffnen, Hallenbäder am Monatsende.
  • Schule: Die gute Nachricht für viele Eltern ist: Ihre Kinder können wieder zur Schule gehen. Die schlechte: Das wird bis zu den Sommerferien nur tageweise klappen. „Es wird kein Unterricht, so wie wir ihn kannten“, sagte Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP). In den Grundschulen sollen Schüler ab Montag in einem rollierenden System an einzelnen Tagen wieder zum Unterricht kommen. Gleiches gilt in den weiterführenden Schulen, wo zuerst die Schüler zurückkommen, die nächstes Jahr ihren Abschluss machen. In den Haupt-, Real- und Sekundarschulen beginnt Montag der rollierende Unterricht für Schüler ab Klasse 5; Gesamtschulen und Gymnasien folgen ab 26. Mai.
  • Kitas: Die schrittweise Öffnung von Kitas und Tagespflege ist ab sofort möglich. Details will Familienminister Joachim Stamp (FDP) in dieser Woche vorstellen.
  • Großveranstaltungen: Bis 31. August bleiben große Veranstaltungen und Volksfeste verboten. Ab Monatsende sollen aber Fachmessen und Kongresse mit beschränkter Teilnehmerzahl und Schutzkonzepten erlaubt sein.
  • Kultur: Kleine Open-Air-Konzerte und ähnliche Kulturveranstaltungen sind im Freien ab Montag mit Atemschutz erlaubt. Ab 30. Mai dürfen Theater, Kinos und Konzerthäuser öffnen.
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