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Darum sind aktuell so viele Marienkäfer zu sehen

Münsterland

Aktuell sind besonders viele Marienkäfer unterwegs. Doch woher kommen die gepunkteten Tierchen und wie wird man sie wieder los?

Von Jonas Wiening

Marienkäfer tummeln sich an einem Fenster. Foto: Stefan Sauer

Marienkäfer gelten nicht von ungefähr her als Glücksbringer. Denn die kleinen gepunkteten Tierchen fressen schädliche Blattläuse und verhindern damit den Befall und das Absterben von Pflanzen.

Aktuell tummeln sich besonders viele von diesen kleinen biologischen Schädlingsbekämpfern in den Gärten und auf den Balkonen des Landes. Der Grund: Sie sind auf der Suche nach einem geeigneten Winterquartier. 

Harlekin-Marienkäfer auf dem Vormarsch

Immer häufiger werden dabei nicht nur die heimischen Marienkäfer-Arten beobachtet, sondern vermehrt auch der Harlekin-Marienkäfer, der ursprünglich aus Asien kommt und zur gewerbsmäßigen Schädlingsbekämpfung eingesetzt wurde. Irgendwann hat er sich in die freie Natur abgesetzt. Aufgrund seiner Vermehrungsfreudigkeit kommt der Harlekin-Marienkäfer inzwischen oft sogar häufiger vor als die alteingesessenen Arten.

Die verschiedenen Marienkäfer-Arten nutzen nun die letzten warmen und sonnenreichen Tage, um in der Region einen Platz zur Überwinterung zu suchen oder sich auf den Weg in wärmere Regionen in Europa zu machen, erklärt der Naturschutzbund Deutschlands (NABU)

Marienkäfer bringen Glück und tun Hobbygärtnern etwas Gutes: Sie fressen nämlich Blattläuse. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn

Die meist schwarz-roten Tierchen sind dazu derzeit oft in Gruppen auf Wanderung. Sie halten sich vorwiegend draußen im Garten oder in Mauerspalten oder unter Dachziegeln auf. Doch bei offenen Fenstern oder Türen krabbeln die Marienkäfer auch immer mal wieder - auch in Gruppen - in Wohnungen und Häuser. 

Die gute Nachricht: die Marienkäfer sind ungefährlich und einfach loszuwerden. Mit einem Handbesen und Kehrblech oder gebremsten Handsaugern lassen sich die Tiere einfangen und können anschließend wieder in der Natur freigelassen werden. 

Marienkäfer nicht mit der Hand einsammeln

Mit der Hand sollten die Marienkäfer allerdings nicht eingefangen werden. Denn dadurch fühlen sich die Insekten oft bedroht und sondern als Abwehrmechanismus kleine Bluttropfen ab. Diese sind zwar ebenfalls ungefährlich, aber können einen unangenehmen Geruch entfalten und Kleidung, Möbel oder andere Gegenstände verschmutzen.

Um erst gar keine Marienkäfer ins Haus zu lassen, empfehlen Experten Fliegengitter oder andere Insektenschutz-Maßnahmen. Auf giftige Schädlingsbekämpfungsmittel soll zum Schutz der Marienkäfer aber verzichtet werden.

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