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Corona-Schutz

Mehr Impfungen zu Hause für Pflegebedürftige

Münster

Dass in NRW mehr Menschen zu Hause gegen Corona geimpft werden sollen, stößt auf positive Resonanz. Das Landesgesundheitsministerium erweiterte jetzt den Kreis der Berechtigten.

Stefan Biestmann

Bettlägerige Personen über 80 Jahre sowie Menschen mit Pflegegrad 4 dürfen in Nordrhein-Westfalen jetzt auch zu Hause geimpft werden. Foto: Sebastian Gollnow (dpa)

In NRW sollen mehr Menschen zu Hause gegen Corona geimpft werden. Das Landesgesundheitsministerium hat den Kreis der Berechtigten auf bettlägerige Personen über 80 Jahre sowie Menschen mit Pflegegrad 4 erweitert. „Betroffene Pflegebedürftige können ihrem Arzt außerdem bis zu zwei Kontaktpersonen benennen“, teilte das Ministerium am Montag weiter mit. Diese Personen sollten sich dann für ein Impfangebot an ihren Hausarzt wenden.

Den benötigten Impfstoff könnten die Hausärzte über die Impfzentren beziehen. Die Ärzte hätten aber auch die Möglichkeit, die Namen der Berechtigten an die Impfzentren weiterzugeben, so dass die Impfung durch mobile Teams erfolgen könne.

„Wir begrüßen es, dass die betroffenen Patienten jetzt auch in ihrer häuslichen Umgebung geimpft werden können“, erklärte Anke Richter-Scheer, Vorsitzende des Hausärzteverbandes Westfalen-Lippe, auf Anfrage unserer Zeitung.Das Land plant zudem, dass sich Menschen mit Vorerkrankungen in Arztpraxen impfen lassen können. Details würden noch zwischen dem Land und dem Bundesgesundheitsministerium besprochen. „Dieses Thema muss schnellstmöglich geregelt werden – lieber gestern als heute“, forderte Richter-Scheer. Sie betonte, dass die Hausärzte am besten wüssten,welche Patienten aufgrund welcher Vorerkrankung zeitnah geimpft werden müssen. „Wir können Er­messensspielräume im Sinne unserer Patienten nutzen.“

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