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Georg Lunemann

Neuer LWL-Direktor wünscht sich „mehr Staatsbürger und weniger Staatsnutzer“

Münster

Seit sieben Wochen ist er im Amt, an diesem Donnerstag hat Dr. Georg Lunemann eine Art „Regierungserklärung“ abgegeben. Sein Schwerpunkt: „Der Staat kann nicht alles für uns regeln.“

Georg Lunemann fordert „mehr Staatsbürger und weniger Staatsnutzer“ Foto: lwl

Der neue Direktor des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL), Dr. Georg Lunemann, wünscht sich „mehr Staatsbürger und weniger Staatsnutzer“. In einer Art Regierungserklärung zu Beginn seiner Amtszeit erklärte der CDU-Politiker am Donnerstag angesichts eines „Krisen-Knäuels“, dass „nur Geld nicht ausreicht und der Staat nicht alles für uns regeln kann. Auch wir sind gefordert“. Der LWL mit der „Vielseitigkeit seiner Aufgaben“ biete jungen Menschen die Chance, solidarisch zu sein und Akzente zu setzen, sagte er im Westfalenparlament. Es brauche einen „Generationenpakt zwischen Menschen, die Freude daran haben, in diesem Land zu leben und etwas für andere zu tun“.

Wegen der bevorstehenden Energieknappheit versuche der Verband zurzeit zu klären, wie Exponate, Objekte und Archivgut aufbewahrt werden könnten. Ziel sei auch, die Städte und Gemeinde bei solchen Fragen zu helfen. In Kürze werde der LWL ein Maßnahmenpaket bekannt geben, das nicht nur Einrichtungen, sondern auch den Beschäftigten helfen solle.

Fachkräftemangel als drängendste Herausforderung

Als drängendste Herausforderung bezeichnete Lunemann die fehlenden Fachkräfte. Die Zahl der Menschen, für die der Verband arbeite, würde weiter steigen. Das sind unter anderem Kinder, die Förderschulen besuchen, Menschen mit Behinderung oder Patienten etwa mit psychischen Erkrankungen, die in Krankenhäusern behandelt werden. Für sie müssten pro Jahre über 2500 Menschen eingestellt werden.

Lunemanns Nachfolgerin als Kämmerin des LWL wird Birgit Neyer. Die Mitglieder der Landschaftsversammlung wählten die grüne, ehemalige Geschäftsführerin der Wirtschaftsförderung in Steinfurt am Donnerstag mit 91 von 109 Stimmen. Offiziell übernimmt sie den Geschäftsbereich „Personal und Organisation, Finanzen, IT und Digitalisierung, Klima, Umwelt und Nachhaltigkeit“.

Neuer Sozialdezernent wird Johannes Chudziak (SPD) Der bisherige Sozialdezernent der Stadt Herne, wird Nachfolger von Matthias Münning an, der in den Ruhestand geht.

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