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Überlastete Autobahnen

Mehr Staus im Berufsverkehr

Münster

Autofahrer brauchen in diesen Tagen viel Geduld. Weihnachtsmärkte und das Vorweihnachtsgeschäft des Einzelhandels verursachen rund um die Innenstädte vielerorts ein Verkehrschaos. Außerdem sorgen zahlreiche Staus auf den Autobahnen für längere Reisezeiten und gereizte Stimmung.

Mirko Heuping

Shopping-Verkehr im Advent in Münster. Foto: Oliver Werner

„Wir haben im November und Dezember eine absolute Verkehrsspitze“, sagt ADAC-Sprecher Peter Meintz. Im Vergleich zu anderen Bundesländern macht sich dies in NRW besonders bemerkbar. Ein Viertel aller bundesweiten Staus werden hier gemessen. Hauptgrund ist laut Meintz der Reparaturstau in der Verkehrswege-Infrastruktur. „In der Vergangenheit wurden viele Bundesmittel für den Straßenbau nicht abgerufen, das bekommen wir jetzt zu spüren“.

Stauland Nordrhein-Westfalen

Stoßzeiten im Berufsverkehr an Freitagen: Rund um die Städte wird es voll, warnt der Auto Club Europa (ACE). Der ADAC geht von noch mehr Besuchern auf den Weihnachtsmärkten und Einkaufsstraßen aus als in den vergangenen beiden Adventswochenenden. Viel Geduld ist erforderlich. Autofahrer sind verärgert – und dürfen dennoch mittelfristig nicht mit einer Verbesserung der Situation rechnen.

In Form einer gehäuften Anzahl von Baustellen und durch ein generell zu hohes Verkehrsaufkommen für die vorhandenen Straßen. Speziell für die Wintermonate komme hinzu, dass weniger Leute im Urlaub und damit mehr auf den Straßen unterwegs sind.

Die Verkehrszentrale NRW hat die gefühlte Häufung von Staus in einer Studie aus dem Jahr 2013 speziell für den Monat November untersucht und kommt zu einem überraschenden Ergebnis: „Es gibt im November weder mehr Verkehrsaufkommen noch mehr Staus als in anderen Monaten.

Verkehrswege-Bedarf

Ausbau der Verkehrswege hinkt dem Bedarf hinterher

Allerdings verzeichnen wir längere und mehr Staus zu Spitzenzeiten“, sagt Ingo Menzel, Abteilungsleiter Verkehrssteuerung und Operating in der Verkehrszentrale NRW. Zwischen 6 und 9 sowie zwischen 16 und 18 Uhr steige demnach die Zahl der Staus signifikant. Dadurch kommt es besonders Pendlern so vor, als gäbe es zu dieser Jahreszeit mehr Staus.

Pendlerströme - interaktive Karte

Der IHK-Pendleratlas

Menzel führt die Ergebnisse der Studie auf äußere Faktoren zurück: „Bei Nässe, Dunkelheit und aufgrund der Zeitumstellung fahren die Leute anders. Sie orientieren sich am Tageslicht und verhalten sich vorsichtig. Dadurch ist die Kapazität der Autobahnen nicht mehr ausreichend.“

Foto: Pendlergrafik Foto: Jürgen Christ
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