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"WhatsApp-Affäre" Marienhospital

Pfleger droht Entlassung

Emsdetten/Borghorst

Ein Mitarbeiter des Marienhospitals in Borghorst hatte in einer WhatsApp-Gruppe derbe Späße mit einem hilflosen Patienten gepostet. Jetzt droht ihm nicht nur die Entlassung, sondern auch die Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen aufgenommen.

Christian Busch

In einer Whatsapp-Gruppe tauchte das Foto eines hilflosen Patienten des Borghorster Marienhospitals auf, über das sich andere Personen in Kommentaren lustig machten. Foto: Screenshot

In der „WhatApp-Affäre“ hat sich die Geschäftsleitung des Marienhospitals in Borghorst näher zu möglichen Konsequenzen geäußert. In einer Stellungnahme erklärte Geschäftsführer Dirk Schmedding, das Fehlverhalten des Mitarbeiters sei „absolut intolerabel“.

Staatsanwaltschaft ermittelt

Wie berichtet, hatte ein Pfleger das Foto von einem auf der Intensivstation liegenden Wachkoma-Patienten mit ei­nem entwürdigenden Kommentar im Online-Nachrichtendienst Whats­App in einer Gruppe von Krankenhaus-Mitarbeitern verbreitet. Schmedding entschuldigte sich ausdrücklich bei dem Patienten und seinem Betreuer.

Der Pfleger sei suspendiert worden, ihm drohe die Entlassung. Die Kreispolizei Steinfurt hat mittlerweile in Absprache mit der Staatsanwaltschaft die Ermittlungen gegen den Mitarbeiter aufgenommen – „wegen des Anfangsverdachtes der Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereiches durch Bildaufnahmen“.

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