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Start der Kampagne „Münsterland ist Klimaland“

Pioniere des Wandels

Münsterland

Startschuss für mehr Klimaschutz: Mit der Kampagne „Münsterland ist Klimaland“ wollen die Kommunen der Region gemeinsam für mehr Klimaschutz werben. Bei der Auftaktveranstaltung war ein prominenter Gastredner dabei.

Ulrich Schaper

Im Münsterland gibt es schon viele Projekte und Initiativen – die Kampagne will sie sichtbar machen. Foto: Münsterland e.V./Philipp Fölting

Wenn es um wirksamen und realen Klimaschutz geht, dann sind Städte, Regionen und Kommunen der Motor der Transformation zur Nachhaltigkeit. Unter der Schirmherrschaft von Regierungspräsidentin Dorothee Feller fiel am Donnerstagabend der Startschuss der Kampagne „Münsterland ist Klimaland“ . 58 Kommunen, darunter die Stadt Münster und die vier Münsterland-Kreise, haben sich vorgenommen, gemeinsam für den Klimaschutz zu werben, Netzwerke zu schaffen und die Menschen in der Region zu beteiligen.

Mit der Kampagne, die von der Energieagentur NRW entwickelt wurde, sollen Inhalte zu den Themen Erneuerbare Energien, Gebäude­sanierung, Nutzerverhalten, Mobilität und Klimafolgenanpassung kommuniziert werden.

Das Vorhaben richtet den Blick auf die Pioniere des Wandels, die guten Praktiken, die es im Münsterland ja längst gibt. Stellvertretend nahmen Oeldes Klimamanagerin Stefanie Gröne und Dirk Kahlmeier, eines der Gesichter der Kampagne, an der Veranstaltung teil. Sie standen stellvertretend für die vielen Ansätze transformativer Strategien, die auf lokaler Ebene bereits erfolgreich umgesetzt werden. Sie und einige weitere sollen dabei helfen, Leitbilder und Visionen zu entwickeln und Werbung für den Klimaschutz in der Region zu machen.

Prominenter Gastredner der digitalen Auftaktveranstaltung war Klimaforscher Mojib Latif, der mit seinem Vortrag einen Überblick über die großen Zusammenhänge der globalen Erwärmung gab. „Von der Regierungschefin bis hinunter zur kleinsten Einheit, den Familien, den Menschen vor Ort, sind alle gefragt, sich beim Klimaschutz zu beteiligen“, sagte er. Im weltweiten Vergleich gehöre Deutschland zu „den Guten“, wie er sagt. Noch immer seien große Anstrengungen notwendig. Er mahnte: „Es gibt immer noch eine Ambitionslücke zwischen dem, was notwendig ist, um die in Paris vereinbarten Klimaziele zu erreichen, und dem, was bislang dafür getan wird.“ Dabei sei es wichtig, nicht immer nur den Verzicht in den Fokus zu rücken: Klimaschutz müsse Spaß machen, wie er sagt: „Man sollte zeigen, was man dadurch gewinnt – auch regional.“

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