1. www.wn.de
  2. >
  3. Muensterland
  4. >
  5. Schützen wollen Planungssicherheit

  6. >

Generalversammlung der Schützenbruderschaft St. Hubertus Gröblingen-Velsen

Schützen wollen Planungssicherheit

Sassenberg

Keine außerordentliche Versammlung, aber trotzdem ein ungewöhnlicher Ort und und eine ungewöhnliche Zeit.“ Mit diesen Worten eröffnete Brudermeister Franz Josef Abeck die Generalversammlung der Schützenbruderschaft St. Hubertus Gröblingen-Velsen am Sonntagvormittag, die entgegen sonstiger Gewohnheiten Open-Air auf dem Schützenplatz stattfand.

Von Joe Rieder

Berthold Achtermann (v.l.), Hubert Schulze Roberg, Andreas Hörstmann, Ludger Schräder, das Königspaar Stefan und Helga Twehues, Alexander Reken, Brudermeister Franz Josef Abeck und Thomas Langehenke. Foto: Joe Rieder

Der Grund, wie so oft, die Coronabestimmungen. Dieses Thema zog sich erwartungsgemäß durch die gesamte Dauer der Versammlung: Bei der Begrüßung des Königspaars, das laut Brudermeister bereits länger regiert als jeder Kaiser, bei den Rück- und Ausblicken und unausgesprochen auch beim Totengedenken. Denn bei diesem wurden, wegen des langen Abstands zur vorherigen Generalversammlung, mehr Namen als sonst verlesen.

Dabei wurde auch der Name einer erst vor wenigen Wochen in jungen Jahren aus dem Leben gerissenen Damengardistin genannt. Man habe zu ihrem Gedenken beschlossen, die Hutsammlung als Spende an den Verein Fontanherzen e.V. zu geben, ebenso die Einnahmen aus dem sonntäglichen Getränkeverkauf, erläuterte der Brudermeister.

Die Regularien waren schnell erledigt. Schriftführer Andreas Hörstmann verlas Protokoll und Jahresbericht des Vereins, der aktuell 41 Ehrenmitglieder und 507 aktive Mitglieder hat. Davon seien 441 Männer und 66 Frauen, so Hörstmann. „Zu wenig Frauen“, erklangen gleich mehrere Zwischenrufe aus der Versammlung.

Der Vorstand wurde erwartungsgemäß entlastet. Bei jedem Wahlvorschlag ertönte laut das Wort „Wiederwahl“. Ludger Schräder, Berthold Achtermann und Matthias Hellweg wurden auf diese Weise unaufwendig und einstimmig in ihren Ämtern bestätigt. Gleiches gilt für Hubert Schulze Roberg, der zugleich als Oberst wiedergewählt wurde, sowie Rudi Schulze Roberg, der zudem auch wieder zum Schießmeister ernannt ist. Kassenprüfer wurden Jens Uphaus und Martin Weiß.

Die Berichte der Abteilungen waren coronabedingt kurz. Für die zur Zeit 45 Mitglieder starke Ehrengarde betonte ihr Kommandeur Jan Brocks: „Ich hätte gerne noch mehr zu berichten“. Auch Heinz-Josef Micke konnte aus der Schießriege nur wenige Informationen verkünden, erinnerte aber nachdrücklich an die Termine. Johanna Krieft berichtete aus der Damengarde und freute sich über drei neue Mitglieder, wobei ihre Lockerheit durch den genannten Verlust ihrer Schützenschwester spürbar getrübt war. Am Ende ihrer Rede stand die Vorfreude auf das Jahr 2022.

Ein Jahr, von dem die Schützen nicht wissen, was wird. „Es ist alles nicht wirklich planbar“, betonte Franz Josef Abeck. Einzig für den 18. September steht als gemeinsame Veranstaltung mit dem Bürgerschützenverein Füchtorf ein Dämmerschoppen mit bayrischem Flair auf dem Füchtorfer Schützenplatz fest.

Zu jedem weiteren feststehenden Begriff im Jahreskalender, wie Doppelkopfturnier, Winterfest, Schützenfest, Generalversammlung, lautete seine enttäuschte Einschätzung: „Wissen wir nicht“. Daher richtete er sich direkt an den anwesenden Bürgermeister Josef Uphoff und gab diesem einen klaren Auftrag mit auf den Weg: „Wir brauchen Sicherheiten und nicht nur Verantwortung!“

Den offiziellen Teil der Versammlung beendeten die geistlichen Worte von Präses Peter Lenfers. Die Generalversammlung im Freien bei herrlichstem Sonnenschein könne gerne öfter so ausgerichtet werden, bemerkten die Anwesenden.

Startseite