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Alltagshelden in Corona-Zeiten

Suchen nach der Seuche

Steinfurt

Die Suche nach der Seuche ist die Sache von Sonja Kopper. Die medizinische Fachangestellte arbeitet seit Beginn der Pandemie im Gesundheitsamt des Kreises Steinfurt und ist damit Ermittlerin der ersten Stunde. Sie muss herausfinden, wen Infizierte angesteckt haben oder noch anstecken könnten und wer in Quarantäne muss - ein Job, der anfangs bis zu 17 Stunden Arbeit pro Tag forderte.

Stefan Werding

Sonja Kopper ist medizinische Fachangestellte. Sie ermittelt Corona-Kontakte beim Gesundheitsamtes im Kreis Steinfurt, ein Job, der am Anfang viele Überstunden forderte. Foto: Kreis Steinfurt

Viele, die sich testen lassen, rechnen nicht mit einer Infektion. „Wenn doch, bekommen sie oft Panik und weinen am Telefon“, sagt die 42-Jährige. So wie die Mitarbeiterin eines Unternehmens, die weniger Angst um ihre Gesundheit als viel mehr vor ihrem Chef hatte. „Wie soll ich dem das erklären?“, sagte sie weinend. Als ob sie Schuld an der Ansteckung gehabt hätte. „Gefeit sind wir alle nicht davor“, sagt die Ermittlerin. Und: „Schade, dass jemand solch eine Angst davor haben muss zu sagen, sich angesteckt zu haben.“

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