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Landesweiter Warntag

Um 11 Uhr heulen die Sirenen

Münsterland

Beim landesweiten Warntag sollen am Donnerstag erneut überall die Sirenen heulen. Auch die Warn-Apps werden getestet. Gerade dabei haperte es beim letzten Mal.

jhu/lnw

Am Donnerstag, 11. März 2021, sollen die Sirenen in NRW 15 Minuten lang getestet werden. Foto: dpa

Wie gut ist das Land auf Katastrophenfälle vorbereitet? Laut Erlass des NRW-Innenministeriums soll ein Warntag zweimal im Jahr die Infrastruktur auf die Probe stellen.

Am 10. September, dem ersten bundesweiten Warntag, wurden dabei deutliche Lücken bei der Alarmierung der Bevölkerung offenbar. Zum einen wurde deutlich, dass es vielerorts gar keine Sirenen mehr gibt, in Münster etwa war das im Aufbau befindliche Sirenennetz größtenteils noch nicht einsatzbereit. Zum anderen kam die Gefahrenmeldung der Warn-Apps NINA und KATWARN erst mit einer guten halben Stunde Verspätung auf den Smartphones an.

Panne beim letzten Warntag

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) in Bonn hatte diese Panne mit der zeitgleichen Auslösung einer Vielzahl von Warnmeldungen erklärt. Präsident Christoph Unger sagte damals, „dass um 11 Uhr nicht nur zentral die Warnung ausgelöst worden ist, sondern viele andere angeschlossene Leitstellen ebenfalls eigenständig Warnungen ausgelöst haben, so dass es zu einer Überlastung des Systems gekommen ist.“

Um Punkt 11 Uhr am heutigen Donnerstag (11.3.) soll das anders sein. Überall in NRW –  der nächste bundesweite Warntag findet am zweiten Donnerstag im September statt – die Warn-Apps bimmeln und die Sirenen heulen. Dabei kommen mancherorts – etwa in Ostbevern – neu installierte Sirenen zum Einsatz.

Auf- und abschwellender Heulton als Warnung

Mit einem einminütigen Dauerton – dem Signal „Entwarnung“ – beginnt der Sirenentest am Donnerstag. Nach einer fünfminütigen Pause folgt das Signal „Warnung“ – ein einminütiger, auf- und abschwellender Heulton. Im Ernstfall soll dieses Signal dazu auffordern, schnellstmöglich Gebäude oder Wohnungen aufzusuchen und das Radio einzuschalten.

Es folgt erneut eine Pause von etwa fünf Minuten, bevor der Probealarm mit dem Signal „Entwarnung“, einem einminütigen Dauerton, gegen 11.15 Uhr enden wird.

Unwetterwarnung

Die Bezirksregierung Münster weist in einer Mitteilung darauf hin, dass die Probewarnung „in keinem Zusammenhang mit der amtlichen Warnung des Deutschen Wetterdienstes (DWD) vor schweren Sturmböen“ steht, die aktuell noch bis Donnerstagabend (18 Uhr) gilt. Laut DWD treten Windböen mit Geschwindigkeiten zwischen 50 und 60 km/h auf. In Schauernähe sowie in exponierten Lagen muss mit Sturmböen um 70 km/h gerechnet werden. Diese Warnung gilt im Regierungsbezirk Münster unverändert für alle Kreise und Städte.

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