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Auf Wanderschaft

Unbekannte Gegenden im eigenen Land entdecken

Münsterland

Was sind alternative Urlaubsformen in einer Zeit, in der zumindest Fernreisen nicht zu empfehlen sind? Mirko Ludwig geht eher selten auf Fernreise und genießt dafür öfter die Vorzüge attraktiver Ziele in der Heimat. 

Mirko Ludwig

Mirko Ludwig Foto: gap

Zugegeben: Als sich im Frühjahr immer mehr die Tendenz abzeichnete, dass für deutsche Urlauber in diesem Jahr Reiseziele in der Heimat verstärkt in den Fokus rückten, war ich erleichtert.

Erleichtert darüber, dass ich gemeinsam mit vier Weggefährten unseren Aufenthalt in verschiedenen kleinen Gemeinden im Grenzgebiet von Rheinland-Pfalz und Saarland bereits in der „Vor-Corona-Zeit“ gebucht hatte. Denn jedes Jahr steht für uns ein Wander-Urlaub auf dem Plan.

Projekt Saar-Hunsrück-Steig

Nachdem wir zuvor über mehrere Jahre den Rhein­steig abgelaufen sind, ist nun der Saar-Hunsrück-Steig unser Projekt. Gebannt verfolgten wir zuletzt die Nachrichten und neusten Entwicklungen – verbunden mit der bangen Frage, ob wir in diesem Jahr tatsächlich auf Wanderschaft gehen können. Erneute Erleichterung folgte: Unserem Trip stand nichts mehr im Wege. Über fünf Tage ging in der ersten Juli-Woche unsere Tour, auf der wir zwischen Rheinland-Pfalz und dem Saarland pendelten.

Die „Corona-Auswirkungen“ waren überschaubar: Maskenpflicht bestand nur selten, vereinzelt hatten Kioske oder Gaststätten aufgrund der Pandemie geschlossen. Auffällig war jedoch, dass man derzeit nur wenigen anderen Wanderern auf dem Saar-Hunsrück-Steig begegnet. Ob dies nur in diesem außergewöhnlichen Jahr der Fall ist, oder die Gegend eher noch ein „Geheimtipp“ ist, vermag ich nicht einzuschätzen.

Abseits des Alltagsstresses

Jedenfalls konnten wir wieder all jene Dinge vollends auskosten, die das Wandern auszeichnen: Die Natur abseits des Alltagsstresses genießen, in diesem Fall die Besonderheiten des Hunsrücks kennenlernen, ohne jeglichen Zeitdruck intensive Gespräche miteinander führen – und zur Belohnung zum Ende der jeweiligen Etappe die Vorzüge der regionalen Küche und einheimische Getränke in den Pensionen genießen. Die Erkenntnis jedes Jahr ist identisch – und stets positiv: Diese Art des Aktivurlaubs ist eine Wohltat für Körper und Seele – und zugleich ein immer wieder abwechslungsreicher und spannender Ausflug in vorher für uns unbekannte schöne Gegenden in Deutschland.

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