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Wettervorhersage

Unwetterwarnung für das Münsterland – Sturmnacht steht bevor 

Münsterland

In den kommenden Tagen wird es stürmisch in NRW. Besonders stark wird das Unwetter Meteorologen zufolge voraussichtlich in der Nacht zu Donnerstag und am Freitagabend wüten. Die Bahn macht sich wetterfest, am Donnerstag bleiben die Schulen zu. 

Von Mirko Ludwig und Linda Schinkels, mit dpa

Eine Windböe drückt den Regenschirm einer Frau nach hinten.  Foto: picture alliance/dpa/PA Wire | Andrew Matthews

Schwere Sturm- und Orkanböen können in den nächsten Tagen auch das Münsterland treffen. Laut Prognosen drohen umgestürzte Bäume, Sturmschäden sowie eine Beeinträchtigung des Bahnverkehrs.

Los geht es in Nordrhein-Westfalen am Mittwoch (16.2.), wenn das erste kräftige Tief aus den Niederlanden kommend aufziehen soll. Grau in Grau, keine Wolkenlücken - dieses triste Himmelsbild dominiert. Bei Temperaturen von 9 bis 14 Grad kann es zwischendurch immer mal wieder regnen - und vor allem immer stürmisch werden. Denn im Tagesverlauf wird sich ein frischer Südwest-Wind zunehmend bemerkbar machen - und stärker werden. Zum Abend hin wirkt sich dies in starken Böen aus - mit einer Windstärke bis zu 70 Stundenkilometern.

Unwetterwarnung ab Mittwochabend

Das wird voraussichtlich aber nur der Anfang sein. Denn: Laut den aktuellen Wetterkarten steigern sich die Windverhältnisse hin zu Sturmböen (70 bis 90 Stundenkilometer) und schweren Sturmböen (bis 100 Stundenkilometer). Insbesondere abends und nachts kann es zu Orkanböen kommen, die die 100-km/h-Marke übertreffen. Der Deutsche Wetterdienst rechnet mit diesen ab Mittwochabend (22 Uhr) bis voraussichtlich Donnerstagabend (21 Uhr). "Mittwochnacht wird es gefährlich", bestätigt auch der Meteorologe Jürgen Schmidt vom Wetterdienst "Wetterkontor". Die Warn-App Nina hat am Mittwochvormittag Warnungen vor Unwettern mit Orkanböen veröffentlicht. 

Wie die Meteorologin Britta Siebert-Sperl vom Dienstleister "Wetterkontor" ausführt, werden die Sturmböen vor allem den südlichen Teil Nordrhein-Westfalens (Großraum Sauerland) am stärksten treffen. Doch auch im Flachland wie beispielsweise im nördlichen Münsterland könnte das enorme Windgeschehen seine Kräfte entfalten. 

Unterricht fällt am Donnerstag aus

Wegen des befürchteten Unwetters fällt der Unterricht am Donnerstag an allen Schulen im Land aus, sagte Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) am Mittwoch überraschend im Düsseldorfer Landtag. Die Entscheidung sei nach Rücksprache mit dem Deutschen Wetterdienst gefallen. Sie wolle nicht, dass Schüler „im Auge des Sturms“ die Schulen aufsuchen. Familienminister Joachim Stamp (FDP) bat Eltern von Kita-Kindern, sie sollten ihren Nachwuchs „morgen bitte Zuhause betreuen“.

Auch auf den Straßen und Schienen rüsten sich die Betriebe für den Sturm. Behinderungen im Straßen- und Schienenverkehr sind laut DWD möglich. „Die Deutsche Bahn beobachtet die aktuelle Wetterentwicklung und bereitet sich auf diese vor“, teilte ein Sprecher der Deutschen Bahn mit. „Mitarbeitende und Einsatzfahrzeuge werden in Bereitschaft versetzt, um eventuelle Sturmschäden schnell beseitigen zu können.“

Orkantief am Freitag erwartet

Der Donnerstag startet noch nass und stürmisch. Was folgt, ist eine kurze "Verschnaufpause" - die Wetterlage beruhigt sich im Laufe des Tages vorerst. Es bleibt teilweise regnerisch bei Temperaturen zwischen 7 und 11 Grad sowie einem zwischenzeitlich freundlichen Sonne-Wolken-Mix, der Wind lässt nach. "Doch es dauert jedoch nicht lang, bis das nächste Tief reinrauscht", warnt die Meteorologin Britta Siebert-Sperl. 

"Der Freitag wird ein sehr kritischer Tag", sagt die Wetterexpertin. Es beginnt in der Nacht zu Freitag (18.2.) mit wechselhaftem Wetter bei sinkenden Temperaturen, die sich bei voraussichtlich 5 Grad einpendeln werden. Es kommt neuerlicher Wind aus südwestlicher Richtung nach Deutschland auf - dieser wird stark bis stürmisch und erreicht auch das Münsterland. "Wir erwarten ein Orkantief", so Siebert-Sperl. Laut ihrer Vorhersage wird die Windstärke zunächst 7 bis 8 betragen, doch das stärkste Windfeld zieht dann ab Mittag auf und bringt bis zum Abend schwere Sturmböen (90 bis 100 Stundenkilometer) mit sich. 

Auch im münsterländischen Flachland sind Windstärken zwischen 80 bis 120 Stundenkilometer möglich.  "Wer ab Freitagmittag nicht unbedingt vor die Tür muss, sollte zu Hause bleiben. Auch unnötige Autofahrten sollten vermieden werden", rät die Meteorologin. In der Nacht zu Samstag (19.2.) setzt eine Wetterberuhigung ein. Laut der Prognose der Expertin von "Wetterkontor" wird es während des weiteren Wochenendes keine neuen Stürme geben.

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