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Was bringt die "Pop-up-Kirmes"?

Ibbenbüren/Münster

Von jetzt auf gleich brachen den Schaustellern die kompletten Einnahmen weg. Volksfeste und Kirmessen wurden wie fast alle Veranstaltungen aufgrund der Corona-Krise verboten. Seit kurzer Zeit gibt es aber jetzt "Pop-up-Freizeitparks". Doch was bringen die?

wn

Foto: Sabine Plake

Sie sind mit am stärksten von der Corona-Krise und den damit einhergehenden Maßnahmen und Restriktionen betroffen: die Schausteller. Keine Kirmes, keine Volksfeste und generell keine Einnahmemöglichkeiten blieben ihnen. Für viele Fahrgeschäftsbetreiber und andere Schausteller bedeutete und bedeutet das, dass ihre Existenz in Gefahr ist.

Einnahmeverluste etwas ausgleichen

Da kam die Idee der "Pop-up-Freizeitparks" genau richtig. Hierbei schließen sich die unterschiedlichen Schausteller zu einem geschlossenen Freizeitpark zusammen. So können die Corona-Regeln besser als auf einer Kirmes oder einem Volksfest eingehalten und kontrolliert werden.

Die "Pop-up"-Idee soll den Einnahmeverlust der Schausteller etwas ausgleichen und zugleich den Menschen wieder die Möglichkeit geben, in der veranstaltungsarmen Zeit etwas zu erleben.

Auch in Ibbenbüren, im Norden des Münsterlandes, gibt es jetzt einen solchen Kirmes-Park: das „Ibbi-Land“. Seit wenigen Wochen geht es auf dem Gelände der ehemaligen Großraumdiskothek Aura (Maybachstraße) in der Nähe der A 30 rund. Auf 2,7 Hektar stehen unter anderem ein Riesenrad, Wildwasser- und Achterbahn. Einbahnstraßensystem, Abstandsmarkierungen und eine Besucherobergrenze sollen das Infektionsrisiko minimieren. Im Unterschied zu den großen Pop-up-Parks in Dortmund und Düsseldorf ist der Eintritt zum Park in Ibbenbüren frei, stattdessen gibt es einen Mindestumsatz, den Besucher erfüllen müssen. Auch die Send-Betreiber in Münster überlegen, ob sich so ein Freizeitpark lohnen und wie er sich realisieren lassen würde.

Nun hat Land NRW das generelle Alkoholverbot für temporäre Freizeitparks aufgehoben. In den Hygiene-Standards, die seit Mittwoch gelten, wurde das entsprechende Verbot gestrichen.

Wie werden die "Pop-up-Freizeitparks" angenommen? Was bringen sie wirklich?

Video in Kooperation mit dem WDR:

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