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Reparaturarbeiten nach Störung

Vodafone-Kunden atmen auf

Münsterland

Es war eine lange Nacht für die Techniker von Vodafone, doch den Kabelschaden zu beheben ist schwieriger, als gedacht. Deshalb mussten Kunden im Münsterland auch am Donnerstag mit Störungen von Kabelfernsehen, Telefon und Internet leben. Betroffen waren rund 37 000 Anschlüsse.

Von Gunnar A. Pier

Fleißarbeit: Monteur Joshua Skottki musste zusammen mit einem Kollegen 288 Fasern des Glasfaserkabeln neu veschweißen. Foto: Oliver Werner

Am Mittwochmorgen hatte – wie berichtet – ein Bagger auf einer Grünfläche am Bohlweg in Münster gegenüber dem Staatsarchiv eine Leitung „zerstört“, wie Vodafone formulierte.

Dort wird nach Angaben der Stadt Münster derzeit routinemäßig nach Kampfmitteln aus dem zweiten Weltkrieg gesucht, weil der Bohlweg anschließend zu einer Fahrradstraße umgebaut wird. Er ist nach Darstellung der Stadtverwaltung „ein besonders wichtiger Teilabschnitt der Veloroute Telgte-Münster und wird bereits heute intensiv von Radfahrenden genutzt“. Die Rede ist von durchschnittlich mehr als 4500 Radfahrern am Tag.

Seit das Kabel durchtrennt wurde, hakten bei Anschlussinhabern in den Orten Billerbeck, Havixbeck, Nottuln, Ochtrup, Steinfurt, Altenberge, Everswinkel, Münster, Nottuln, Senden, Sendenhorst, Telgte, Emsdetten, Greven, Nordwalde, Saerbeck und Lengerich Kabelfernsehen, Breitband-Internet und die Festnetztelefonie über das Glasfasernetz. So wurde nicht nur manch einem der Fernsehabend verdorben, sondern der Ausfall trieb auch vielen im Home­office zusätzliche Schweißperlen auf die Stirn.

Ersatzstrecke wird gebaut

„Zur Behebung des Schadens sind aufwendige Tiefbauarbeiten und Spleißarbeiten notwendig“, erklärte die Pressestelle des Telekommunikationskonzerns im Laufe des Mittwochs. Vor Ort verdeutlichte Monteur Joshua Skottki am Donnerstag die Lage. Demnach mussten 288 Fasern einzeln verschweißt werden. Das reparierte Kabel sollte dann in eine Muffe gesteckt und wieder eingegraben werden.  „An der Behebung des Kabelschadens wurde die ganze Nacht über gearbeitet und wird es auch weiterhin“, erklärte ein Sprecher gegenüber unserer Zeitung am Donnerstagmorgen. 

Um 6.15 Uhr wurden demnach die Technik-Teams gewechselt, „da das Nachtteam seine höchstmögliche Arbeitszeit erreicht hatte“. Weiterhin werde eine Ersatzstrecke gebaut, da an der eigentlichen Schadstelle besondere Sicherheitsvorkehrungen gelten. Am späten Nachmittag waren nach Vodafone-Angaben 28 000 Anschlüsse wieder am Netz, die übrigens sollten noch im Laufe des Donnerstags folgen.

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