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Züge fahren wie gewohnt

Westfalenbahn hofft auf erfolgreiches Insolvenzverfahren

Münsterland

Steigende Personalkosten, unkalkulierbare Baustellen und dann noch Corona: Die Bahnunternehmen klagen. Nun steckt die Westfalenbahn im Insolvenzverfahren. Aber es gibt Hoffnung.

Von Gunnar A. Pier

In der Sackgasse – oder auf dem rechten Gleis in eine sichere Zukunft? Die Westfalenbahn steckt im Insolvenzverfahren. Foto: Foto: Gunnar A. Pier

Die Westfalenbahn steckt in einem Insolvenzverfahren – doch nach Ansicht der Konzernmutter Abellio ist der Zug längst noch nicht abgefahren: „Wir sind optimistisch, dass die Westfalenbahn als erste Gesellschaft unseres Konzern wieder aus der Insolvenz kommt“, erklärt Sprecher Alexander Schaub.

Abellio, nach eigenen Angaben „eine der führenden Wettbewerbsbahnen in Deutschland“, ist schon länger in finanziellen Schwierigkeiten. Steigende Personalkosten und Probleme durch Baustellen treiben nach eigener Darstellung die Kosten in die Höhe. Ähnliches beklagte neulich Eurobahn-Betreiber Keolis. Die Abellio GmbH beantragte jedenfalls Ende Juni die Einleitung eines Schutzschirmverfahrens. Ziel war es, die Sanierung anzuschieben. Die Züge fuhren weiter, die Gehälter wurden für zunächst drei Monate von der Bundesagentur für Arbeit übernommen.

Insolvenzverfahren für alle Tochtergesellschaften 

Zum 1. Oktober wechselte Abellio vom vorläufigen Schutzschirmverfahren ins Hauptverfahren in Eigenverwaltung. Dazu gehört, für alle Tochtergesellschaften Insolvenzverfahren zu starten. So auch über das Vermögen der Westfalenbahn mit ihren Bahnlinien:

- Münster–Rheine–Emden

 - Rheine–Osnabrück–Minden–Braunschweig

- Bielefeld–Herford–Minden–Braunschweig.

Der Betrieb läuft weiter – dank so genannter Fortführungsvereinbarungen mit Auftraggebern wie dem Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL).

Abellio-Sprecher Schaub zeigte sich am Mittwoch im Gespräch mit unserer Redaktion optimistisch, dass die Westfalenbahn als erste Konzerntochter wieder auf sicherem Gleis fährt – weil sie weniger Verluste einfahre als die anderen Unternehmensbereiche.

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