Kunstrasen in der Kritik

Wie umweltschädlich ist Gummigranulat?

Münster

Kunstrasenplätze sind in der Sportinfrastruktur kaum mehr wegzudenken. Eine Studie des Fraunhofer-Instituts legt nahe, dass das auf den Plätzen genutzte Gummigranulat ökologisch bedenklich ist. Eine Spurensuche.

Ulrich Schaper

Rund 35 Tonnen Gummigranulatwerden auf einem Kunstrasenplatz ausgebracht. Forscher des Fraunhofer-Instituts vermuten, dass deutschlandweit bis zu 10 000 Tonnen davon in die Umwelt gelangen. imago Foto:

Die Europäische Chemikalien Agentur (ECHA) arbeitet zumeist im Verborgenen. Kaum ­jemand ist sich ihrer Existenz bewusst. Unter Fußballfreunden gleichwohl dürfte ihr Name mittlerweile berüchtigt sein. Nachdem eine Studie des Fraunhofer-Instituts für Aufsehen sorgte, weil sie Kunst­rasenplätze als ökologisch bedenklich einstufte, lässt die EU-Behörde die Nutzung der so liebgewonnenen synthetischen Spielfläche prüfen. Die Verunsicherung unter den Sportvereinen ist groß, mancherorts führte das zum Stopp geplanter Bauvorhaben.

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