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Wolfgang Böcker und der Schöppinger Altar

Wimmelbild mit Osterwunder

Sechs Meter Eichenholz voller Geheimnisse: Wolfgang Böcker hat viele von ihnen in den vergangenen Jahrzehnten gelüftet. Denn niemand kennt den mittelalterlichen Schöppinger Altar mit seinen Passionsdarstellungen besser als der emeritierte Pfarrer. Und doch: Alle Fragen sind noch nicht beantwortet.

Michaela Töns

Die Stationen der Passion in mittelalterlicher Pracht: Um 1455 hat der namenlose Meister den Flügelaltar geschaffen, der allenfalls für Restaurationen oder Ausstellungen seinen Platz verlassen hat. Foto: Gunnar A. Pier

Wolfgang Böcker braucht einen Moment zum Nachdenken. Er lächelt schelmisch, ist kurz sprachlos. Was er den Meister fragen würde, könnte er ihn heute treffen? Sein Blick geht in die Ferne, durch den Chorraum und direkt auf den monumentalen Altar, der seit Lichtmess auf knapp sechs Metern Breite den „Osterfestkreis“ zeigt. „Ich würde ihn fragen, ob er das, was ich im Altarbild an Verkündigungen lese, auch so gemeint hat“, formuliert er vorsichtig.

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