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Oberverwaltungsgericht weist Klage von Halterin ab

Wohngebiet keine Heimat für Hängebauchschweine

Recklinghausen/Münster

Eine Frau aus Recklinghausen hat in ihrem Garten Hängebauchschweine gehalten. Doch die Stadt hat ihr die Haltung dort verboten. Ihre Klage dagegen hatte keinen Erfolg.

Hängebauchschweine wie dieses darf eine Recklinghäuserin nicht länger in ihrem Garten halten. Foto: dpa

Die Obersten Richter in Nordrhein-Westfalen haben entschieden, dass eine Recklinghäuserin nicht länger zwei Hängebauchschweine im Garten eines Wohngebiets halten darf. Das Oberverwaltungsgericht (OVG) in Münster hat an diesem Mittwoch einen entsprechenden Eilbeschluss des Verwaltungsgerichts Gelsenkirchen bestätigt.

Die Stadt Recklinghausen war gegen die Schweinehaltung unter anderem eingeschritten, weil die Gerüche der Tiere die Nachbarn belästigt hatte. Das sah das Verwaltungsgericht auch so, zumal die Antragstellerin keine Genehmigung für die Unterbringung der Tiere hatte.

Hätte das Tierwohl stärker geprüft werden müssen?

In dem Wohngebiet sei nur eine „übliche und ungefährlich“ Tierhaltung erlaubt. „Hobbymäßig gehaltene Hängebauchschweine sind keine Kleintiere in diesem Sinne, weil die Haltung von Schweinen typischerweise zu Geräusch- und Geruchsbelästigungen führt, die in Wohngebieten nicht üblich sind“, heißt es in einer Pressemitteilung des OVG.

Oberverwaltungsgericht (OVG) in Münster

Die Antragstellerin argumentierte, dass das Gericht das Wohl der Tiere stärker hätte prüfen müssen. Dem widerspricht das OVG: Sie habe keine Gesichtspunkte dafür aufgezeigt, dass die Haltung von Hängebauchschweinen eine in einem Wohngebiet zulässige Kleintierhaltung ist. Deswegen habe es auch keine Rolle gespielt, ob der Geruch der Tiere die Nachbarn tatsächlich belästigt habe.

Der Beschluss ist unanfechtbar. Aktenzeichen: 10 B 1092/22

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