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Keine Flüge vom FMO auf die Kanaren

Zu wenig Passagiere: Corendon macht Pause

Greven

Weil Urlauber erst wissen möchten, wie sich die Energiepreise entwickeln, entschließen sie sich zurzeit sehr kurzfristig für eine Urlaubsreise. Daraus ziehen die „Corendon Airlines“ jetzt Konsequenzen: Sie fliegen nicht mehr von Greven auf die Kanaren. Vorerst.

Die Fluggesellschaft Corendon macht am FMO für vier Monate Pause.Sie hat zu wenig Passagiere. Foto: FMO

Vom Flughafen in Greven werden von Dezember bis März keine Urlauber auf die kanarischen Inseln fliegen können. Wegen der schlechten Buchungszahlen wird die Fluggesellschaft „Corendon Airlines“ von Dezember bis März vom Flughafen Münster-Osnabrück (FMO) nur noch nach Hurghada in Ägypten fliegen. Das hat der Flughafen am Freitag angekündigt. Alle anderen Flüge der Airline werden so lange ruhen.

Betroffen sind die sieben Verbindungen pro Woche nach Fuerteventura, Lanzarote, Teneriffa und Gran Canaria. Kunden, die bereits Tickets gebucht haben, können mit Corendon entweder von einem anderen Flughafen aus in den Urlaub fliegen oder ihre Reise stornieren. Das sagte ein Flughafen-Sprecher am Freitag auf Anfrage.

Fluggesellschaften riskieren geringe Auslastung

Viele Reisende würden wegen der angespannten Situation mit unkalkulierbaren Energiepreisen durch den Ukraine-Krieg zurzeit nur sehr kurzfristig buchen. Deswegen würden Fluggesellschaften riskieren, dass ihre Maschinen nur wenig ausgelastet in die Luft gehen müssen. Da die Flugzeuge zu den Kanaren bis zu fünf Stunden in der Luft sind, sei das finanzielle Risiko für die Airlines größer. Das sei ein Grund für den Rückzug der Airline. Die Flüge nach Antalya hat für den Zeitraum von Dezember bis März die Airline SunExpress übernommen. Im April bis zu den Osterferien solle dann wieder der ursprüngliche Flugplan gelten.

Der Sprecher des Flughafens Münster-Osnabrück geht wegen der Pause von einem Verlust von rund 20 000 Fluggästen im ersten Quartal 2023 aus. Das ist bedauerlich“, sagte Sprecher Andrés Heinemann. „Aber deswegen gehen hier nicht die Lichter aus.“ Der Flughafen erwartet bis Ende dieses Jahres 750 000 Passagiere.

Betroffen von der Corendon-Entscheidung sind nicht nur der FMO, sondern auch andere Airports, an denen Corendon seine Starts und Landungen erheblich reduzieren werde.

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