1. www.wn.de
  2. >
  3. Münsterland
  4. >
  5. Zum Abschied begeisterter Applaus

  6. >

Wechsel an der Spitze der Bezirksregierung: Andreas Bothe folgt auf Dorothee Feller

Zum Abschied begeisterter Applaus

Münster

Inzwischen ist Dorothee Feller NRW-Schulministerin. Davor hat sie 26 Jahre lang in der Bezirksregierung Münster gearbeitet, zuletzt als Behördenchefin. Am Montag wurde sie offiziell als Regierungspräsidentin verabschiedet. Ihr Nachfolger heißt Andreas Bothe. Die Fußstapfen, in die der 55-Jährige ab dem 1. September tritt, sind ziemlich groß.

Von Elmar Ries

Stehende Ovationen für die scheidende Regierungspräsidentin Dorothee Feller gab es unter anderem von (von links) Ex-Regierungspräsident Peter Paziorek, NRW-Innenminister Herbert Reul und Nachfolger Andreas Bothe. Foto: Gunnar A. Pier Foto: Foto: Gunnar A. Pier

Wechsel an der Spitze der Bezirksregierung Münster: Die fast noch neue NRW-Schulministerin Dorothee Feller ist am Montag offiziell aus ihrem Amt als Regierungspräsidentin verabschiedet worden. Nachfolger wird am 1. September An­dreas Bothe, zuletzt Staatssekretär im NRW-Familienministerium. „Der Neue ist auch ein Erfahrener“, sagte Landesinnenminister Herbert Reul bei der Amtseinführung.

Auch wenn es am Montag immer auch um Bothe ging: Die Veranstaltung gehörte ganz klar Feller. 26 Jahre lang hat sie in der Behörde gear­beitet, zunächst als Dezernentin, später als Vize-Chefin, seit 2017 als Regierungspräsidentin. Die Zeit war prägend. Für die Bezirksregierung, aber eben auch für sie.

Viel Lob für Feller

Wie es sich für so eine Feier gehört, wurde viel gelobt. Reul lobte zunächst vor allem die fünf Bezirksregierungen im Land. Sie passten zu den unterschiedlichen Regionen Nordrhein-Westfalens, seien „schnell und effizient“ und obendrein sehr krisenerprobt, sagte er. Corona, Flut, Flüchtlinge: All das hätten die insgesamt 9000 Mitarbeiter bewältigt, neben der Ar­beit, die sowieso angefallen sei. Früher, gestand der Minister, habe auch er der Mittelinstanz kritisch gegenübergestanden. Braucht man die eigentlich? Die Frage bewegte damals nicht nur Reul. „Ich habe in den vergangenen Jah­ren sehr viel dazugelernt“, gestand er.

Lang anhaltender Applaus

In der Behörde ist Fellers Ansehen groß, in der Region auch. Das war schon beim beim Sommerfest der Bezirksregierung vor ein paar Tagen deutlich geworden. Dort war sie – da schon Gast – mit lang anhaltendem Applaus empfangen worden. Offensichtlich wurde dies auch am Montag bei ihrer Verabschiedung: Stan­ding Ova­tions am Ende ihrer Rede, in der sie sich sichtlich bewegt bedankt hatte. Bei Mitar­beitern, Mitstreitern, Weg­ge­fährten, von denen manch einer ihr Freund geworden sei, wie sie erklärte.

Der Neue ist da

Für den Neuen lag schon an diesem Tag die Latte sehr hoch. „Eigentlich können wir hier aufhören“, sagte der 55-jährige Bothe launig, als der Applaus schließlich geendet hatte. Er werde versuchen, an die erfolgreiche Arbeit seiner Vorgängerin anzuknüpfen. Gleichzeitig bat er auch um einen Vertrauenvorschuss, „zumindest für die ersten 100 Tage“.

Startseite
ANZEIGE