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Neue Kritik an Remmel-Plänen

17 Verbände gegen Entwurf des Naturschutzgesetzes in NRW

Münster/Düsseldorf

Der Streit geht weiter: Die im „Aktionsbündnis ländlicher Raum“ zusammengeschlossenen Verbände haben erneut massive Kritik am vorgelegten Entwurf des Landesnaturschutzgesetz NRW geübt. „Ziel muss es sein, die Anwendung von Ordnungsrecht auf das Unvermeidbare zu beschränken und das Prinzip der Kooperation in den Mittelpunkt zu stellen“, schreiben die 17 Verbände, zu denen unter anderem die beiden Landwirtschaftsverbände Westfalen-Lippe, Rheinland, der Waldbauernverband, der Grundbesitzerverband und der Landesjagdverband NRW gehören.

Frank Polke

Auch die Nutzung des Waldes soll durch das neue Gesetz eingeschränkt werden. Foto: dpa

Konkret geht es um den im Landwirtschaftsministerium erarbeiteten Entwurf des Landesnaturschutzgesetzes. Der sieht unter anderem eine Beschränkung der Waldnutzung für die Eigentümer und eine stärkere Beteiligung von Natur- und Umweltschutzverbänden bei der Nutzung von Flächen. „Es gibt aus der Vergangenheit genügend Beispiele, dass auf Flächen in der Hand des organisierten Naturschutzes keine besseren Ergebnisse für Artenschutz und Biodiversität erzielt werden als durch kooperative Bewirtschaftungsmaßnahmen“, so die Verbände nach einem Treffen in Münster. Die Kritik richtet sich auch gegen den Versuch des Remmel-Ministeriums, die Regeln der guten fachlichen Praxis etwa im Hinblick auf die Grünlandbewirtschaftung zu verschärfen. „Genau in diesem Punkt verbietet sich jedoch neues Ordnungsrecht.“

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