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Prozesse

21-facher Mordversuch: Mieter gesteht Auslösen von Explosion

Vor sieben Monaten erschütterte eine Explosion einen Wuppertaler Stadtteil. Ein mehrstöckiges Wohnhaus stürzte Stunden später ein. Nun hat einer der Mieter die Tat gestanden.

dpa

Nur noch Schutt und Trümmer liegen auf dem Grundstück eines Hauses, das durch eine Explosion zerstört worden war. Foto: Bernd Thissen

Wuppertal (dpa/lnw) - Nach der verheerenden Explosion und dem Einsturz eines Wohnhauses in Wuppertal hat einer der Mieter die Tat gestanden. Er habe sich umbringen wollen und dazu die Gasleitung geöffnet, sagte der 54-Jährige beim Prozessauftakt am Mittwoch. Er ist wegen 21-fachen Mordversuchs angeklagt. «Ich bitte alle Bewohner um Verzeihung. Ich weiß, dass ich die Verantwortung trage. Ich habe das nicht gewollt.»

Einer der Bewohner war durch die Wucht der Explosion auf die Straße geschleudert worden. Er schwebte in Lebensgefahr und ist seitdem ein Pflegefall. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten vor, die Explosion heimtückisch und gemeingefährlich verursacht zu haben. Insgesamt rund 30 Menschen, darunter auch kleine Kinder und Jugendliche, hatten in der Nacht zum 24. Juni 2018 auf einen Schlag ihr Zuhause verloren.

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