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Feiertag

9-Euro-Ticket und Pfingstverkehr: Gedränge auf Bahnsteigen

Köln (dpa/lnw)

Mit dem Fahrrad an den Rhein oder mal wieder in eine interessante Stadt: Viele in NRW nutzen am Pfingstwochenende das 9-Euro-Ticket für einen Kurztrip. Nicht überall sind die Züge dem Andrang gewachsen.

Von dpa

Ein Radfahrer wartet auf die Einfahrt eines Regionalzuges am Deuter Bahnhof. Foto: Roberto Pfeil/dpa

Mit dem 9-Euro-Ticket in der Tasche haben viele in Nordrhein-Westfalen das lange Pfingstwochenende für Ausflüge genutzt - doch vor allem Radfahrer hatten bisweilen das Nachsehen. Auf den Bahnsteigen etwa am Kölner Hauptbahnhof versuchten Reisende vergeblich, mit ihren Fahrrädern noch einen Platz in den Zugabteilen zu bekommen. Bei den Fernzügen, in denen das 9-Euro-Ticket nicht gilt, war die Lage entspannter. Auf den Autobahnen im Westen blieb das befürchtete Stauchaos im Feiertagsverkehr aus.

Über das Pfingstwochenende sind alljährlich viele Regionalzüge vor allem in Urlaubsregionen proppevoll. Diesmal kamen aber noch die 9-Euro-Tickets hinzu. Diese gelten im Juni, Juli und August und ermöglichen jeweils für einen Monat beliebig viele Fahrten in Bussen und Bahnen des Nah- und Regionalverkehrs in ganz Deutschland - viel günstiger als normale Monatstickets, die zudem nur im Verbundbereich gelten.

Insbesondere zu den touristischen Zielen wurden die Regionalzüge laut Deutscher Bahn auch in Nordrhein-Westfalen wie erwartet sehr stark genutzt. Die Deutsche Bahn bat die Reisenden aus Platzgründen, auf die Mitnahme von Fahrrädern in den Zügen zu verzichten, wenn man nicht unbedingt darauf angewiesen sei. Doch an den bei Radfahrern besonders beliebten Routen entlang der großen Flüsse in NRW wollten trotzdem oft so viele Radfahrer mitfahren, dass einige nicht mehr in die Züge passten.

Auf den NRW-Autobahnen blieb es hingegen weitgehend ruhig. Der ADAC hatte im Vorfeld vor massiven Verkehrsstörungen am langen Pfingstwochenende gewarnt. Viele Kurzurlauber aus dem bevölkerungsreichsten Bundesland fuhren mit dem Auto in Richtung deutsche Nord- und Ostseeküste und die Niederlande - und am Montag müssen sie wieder zurück nach Hause. Zu langen Wartezeiten kam es dabei bis zum Nachmittag kaum. Der WDR meldete in Nordrhein-Westfalen Staus mit einer Gesamtlänge von rund 50 Kilometern. An verkehrsreichen Tagen sind es einige Hundert Kilometer.

An den beiden größten NRW-Flughäfen, den Airports Düsseldorf und Köln/Bonn, kam es für Flugreisende am Pfingstwochenende zu längeren Wartezeiten bei der Sicherheitskontrolle, wie Sprecher erklärten. Besonders am Freitagnachmittag und Samstagmorgen mussten die Fluggäste in Düsseldorf demnach bis zu 50 Minuten warten.

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