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Abfallriese Remondis wächst weiter

Lünen (dpa)

Wer Verpackungen in die Gelbe Tonne wirft oder Flaschen zum Glascontainer bringt, der greift in vielen Städten Deutschlands auf die Dienste von Remondis zurück. Die Firma aus NRW ist mit großem Abstand die Nummer eins am deutschen Entsorgungsmarkt.

Von dpa

Das Logo von Remondis. Foto: Bernd Thissen/dpa/Archivbild

Deutschlands größtes Abfallunternehmen Remondis setzt seinen Wachstumskurs fort. Der Umsatz betrug im vergangenen Jahr rund 8,2 Milliarden Euro und damit 0,3 Milliarden mehr als 2019, wie die Firma auf Anfrage mitteilte. Zum Teil liegt das Plus an Zukäufen. Die Beschäftigtenzahl inklusive Auszubildenden stieg um rund 1000 auf 38 000. Angaben zum Gewinn wurden nicht gemacht.

Das Unternehmen expandiert schon seit einigen Jahren, das Geschäft wurde deutlich vergrößert. 2016 hatten die Erlöse noch bei 6,1 Milliarden Euro gelegen, 2017 waren es 7,3 Milliarden. 2018 und 2019 lag der Umsatz jeweils bei rund 7,9 Milliarden Euro. Nun geht es weiter hinauf.

Remondis ist in allen Bereichen des Abfallmarktes aktiv: Die Firma hat Müllabfuhren, Sortieranlagen und Verwertungsstandorte, hinzu kommen noch andere Dienstleistungen. Inzwischen hat Remondis auch ein eigenes duales System, also eine Firma, die sich um die Abholung, Sortierung und Verwertung des Abfalls kümmert. Solche Systeme haben eine zentrale Funktion in der Müllbranche.

Der Vorsprung von Remondis als Branchenführer ist riesig: Deutschlands bisherige Nummer 2 in der Branche, Alba aus Berlin, erzielte im vergangenen Jahr nach eigenen Angaben einen Umsatz von 1,9 Milliarden Euro (2019: 2,0), die Beschäftigtenzahl lag bei rund 8700. Weitere starke Konkurrenten sind die Kommunen mit ihren städtischen Müllabfuhren und anderen Abfallgeschäften.

Seit 2019 bekommt es Remondis zudem mit einem aufstrebenden Wettbewerber zu tun: Das Abfallunternehmen Prezero gehört zur Schwarz-Gruppe, die auch die Discounterkette Lidl und die Warenhauskette Kaufland ihr Eigen nennt. Prezero hat mehrere Übernahmen hinter sich und könnte inzwischen das zweitgrößte Abfallunternehmen Deutschlands sein. Geschäftszahlen zum Jahr 2020 will die Firma mit Sitz in Neckarsulm Ende dieses Monats bekanntgeben.

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