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Abteilungsleiter kündigt wegen Corona und Flut: SPD fragt

Düsseldorf (dpa/lnw)

Ein Abteilungsleiter der Kölner Bezirksregierung hat in einem Brief an Innenminister Herbert Reul (CDU) um die Aufhebung seines Beschäftigungsverhältnisses gebeten und die Überlastung seines Teams durch die Folgen von Corona und der Flutkatastrophe angeführt. Das Schreiben, über das der «Kölner Stadt-Anzeiger» zuerst berichtete, liegt der dpa vor. Die SPD-Landtagsfraktion hat für die kommende Plenarwoche eine Aktuelle Stunde zu dem Vorgang beantragt.

Von dpa

Der Abteilungsleiter führt in dem Brief an Reul aus, dass er seinen Job im Frühjahr antrat, ohne aus der Ausschreibung zu ahnen, was da kommen würde: So seien die Corona-Wirtschaftshilfen «extremst arbeitsintensiv und zeitraubend». Ständig müsse dafür Personal abgestellt werden - und dass nun auch noch für die Flut-Hilfen. Es sei «faktisch unmöglich, die anstehenden Aufgaben mit den zur Verfügung stehenden Ressourcen zu bewältigen», so der Abteilungsleiter in seinem Brief. Seine Kollegen würden «ausgebeutet», was er nicht verantworten wolle. Er bitte um Aufhebung und kündige ansonsten fristgerecht zu Ende Oktober - offenbar mit Ablauf der Probezeit.

Innenminister Reul bestätigte den Vorgang dem «Stadt-Anzeiger», nannte mit Verweis auf interne Personalangelegenheiten aber keine weiteren Details. Die SPD hakt nach. In ihrem Antrag für die Aktuellen Stunde im Landtag, der der dpa vorliegt, schreibt die Fraktion, es werde «zum wiederholten Male die mangelhafte organisatorische Umsetzung der Wiederaufbauhilfe durch die Landesregierung und das zuständige Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung deutlich».

Das Schreiben des Abteilungsleiters sei «der letzte Beleg für die handwerklichen Fehler und das Missmanagement der Landesregierung». Es stellten sich «Fragen nach der Wahrnehmung der Fürsorgepflicht für die eigenen Beschäftigten und der zielgerichteten Bewältigung der Hochwasserfolgen.»

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