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Museen

«Alles ist Skulptur»: Schau über Werkbeziehung Beuys

Duisburg (dpa) - Unter dem Leitspruch «Alles ist Skulptur» widmet sich eine Ausstellung im Duisburger Lehmbruck Museum den Werkbezügen von Joseph Beuys (1921-1986) auf Wilhelm Lehmbruck (1881-1919). Die Schau im Beuys-Jubiläumsjahr anlässlich des 100. Geburtstages soll am 26. Juni beginnen und bis zum 1. November dauern. Parallel zeigt die Bundeskunsthalle Bonn vom 25. Juni bis zum 1. November eine Ausstellung zum Thema «Beuys - Lehmbruck. Denken ist Plastik». In der Duisburger Ausstellung werden unter anderem Werke der beiden Künstler gegenübergestellt.

dpa

Das Museum verwies am Freitag auf die besondere Bedeutung des Werks Wilhelm Lehmbrucks für Joseph Beuys. Beuys habe im Januar 1986 in einer Rede anlässlich der Verleihung des Wilhelm-Lehmbruck-Preises von einer tiefen Beziehung gesprochen, von einem Grunderlebnis, das er hatte, als er die Abbildung des Werkes Lehmbrucks sah. «Alles ist Skulptur» habe ihm die Abbildung einer Lehmbruck-Skulptur zugerufen, habe Beuys damals gesagt. «Für Beuys, der sich ansonsten nur sehr selten zu den Arbeiten anderer Künstler äußerte, besitzt das Werk Lehmbrucks in seiner Wirkkraft eine Alleinstellung», teilte das Museum mit. In jener Rede habe Beuys zur Überraschung Vieler auch gesagt: «Ich möchte meinem Lehrer Wilhelm Lehmbruck danken.»

Von Anfang Mai bis Anfang September zeigt das Museum außerdem eine Installation der Bildhauerin Nevin Aladağ. Erstmals in Deutschland werden dabei zwei «Instrumentenskulpturen» mit den Titeln «Resonator Percussion» und «Resonator Wind» zu sehen sein. Die Ende Oktober 2020 eröffnete Stephan Balkenhol-Werkschau wird bis zum 24. Mai verlängert.

© dpa-infocom, dpa:210212-99-417192/2

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