Konflikte

Antisemitische Demo: Keine weiteren Verdächtigen ermittelt

Gelsenkirchen (dpa/lnw) - Im Fall der antisemitischen Demonstration an der Synagoge in Gelsenkirchen hat die Polizei außer zwei Männern noch keine weiteren Teilnehmer identifizieren können. «Die Ermittlungen dauern an», sagte eine Sprecherin am Montag. Unter anderem werde Zeugenhinweisen nachgegangen. Die Ermittlungen werden von der Staatsschutzabteilung der Kriminalpolizei geführt. Ermittelt wird unter anderem wegen Volksverhetzung.

dpa

Der Schriftzug «Polizei» ist vor einem Polizeirevier zu sehen. Foto: Boris Roessler

An der nicht angemeldeten Demonstration hatten laut Polizei rund 180 Menschen teilgenommen. Ein vom Zentralrat der Juden veröffentlichtes Video zeigt, wie zahlreiche Teilnehmer eine antisemitische Hetzparole skandieren. Erkennbar waren Menschen, die unter anderem türkische, palästinensische und tunesische Flaggen trugen. Bei den beiden schon vergangene Woche ermittelten Tatverdächtigen handelt es sich um zwei 26 und 30 Jahre alte Männer aus Gelsenkirchen.

© dpa-infocom, dpa:210517-99-632653/2

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