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Konflikte

Antisemitische Demo: Suche nach Verdächtigen geht weiter

Gelsenkirchen (dpa/lnw) - Nach der antisemitischen Demonstration an der Synagoge in Gelsenkirchen am 12. Mai arbeiten die Behörden weiter «mit Hochdruck» an der Identifizierung der Beteiligten. «Es ist viel zu früh, um über eine Anklageerhebung zu sprechen, die Ermittlungen dauern noch an», erklärte eine Sprecherin der zuständigen Staatsanwaltschaft Essen am Mittwoch auf Nachfrage. «Wir sehen einen Anfangsverdacht wegen Volksverhetzung und ermitteln entsprechend», sagte sie.

dpa

Ein Polizei-Schild an einem Polizeipräsidium. Foto: Roland Weihrauch

Am vergangenen Freitag hatte die Gelsenkirchener Polizei zu dem Fall Fotos von Verdächtigen veröffentlicht. Eine Polizeisprecherin wollte sich aber am Mittwoch nicht dazu äußern, ob es danach Hinweise gegeben habe. Die Bilder sind online auf dem Fahndungsportal der Polizei NRW einsehbar.

An der nicht angemeldeten Demonstration hatten laut Polizei rund 180 Menschen teilgenommen. Ein vom Zentralrat der Juden veröffentlichtes Video zeigt, wie zahlreiche Teilnehmer eine antisemitische Hetzparole skandieren. Erkennbar waren Menschen, die unter anderem türkische, palästinensische und tunesische Flaggen trugen. Mehrere Tatverdächtige wurden nach früheren Angaben der Behörden mittlerweile schon namentlich identifiziert.

© dpa-infocom, dpa:210526-99-750382/2

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