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Antje Grothus: Menschen müssen im Hambacher Forst bleiben

Kerpen (dpa/lnw) - Kohlekommissionsmitglied Antje Grothus hat die Aktivisten im Hambacher Forst dazu aufgerufen, trotz des Kohlekompromisses in dem besetzten Wald zu bleiben. «Weil man RWE hier einfach auch nicht vertrauen kann», sagte Grothus am Montag dem Hörfunksender WDR5. Der Hambacher Forst sei weiter hart umkämpft. «Und man muss darauf achten, dass er geschützt wird.»

dpa

Der Tagebau Hambach neben dem Hambacher Forst. Foto: Federico Gambarini

Später präzisierte sie, für den Schutz des Hambacher Forsts könnte ein Waldrat eingesetzt werden. «Ich fände es gut, wenn wir ein Team hätten, wo Menschen aus allen möglichen Gruppen vertreten sind, die einen Blick auf den Wald haben, damit es keine marodierenden Gruppen gibt, die mit Kettensägen ankommen und dem Wald Schaden zufügen», betonte Grothus am Montag in Kerpen-Buir.

Der Energiekonzern RWE ist Eigentümer des Waldes und will ihn eigentlich abholzen, um darunterliegende Braunkohle zu baggern. Ein Gericht hatte das vorerst gestoppt. Grothus vertritt die Interessen von Tagebaubetroffenen und ist prominentes Gesicht der Bürgerinitiative «Buirer für Buir» im Ringen um den Erhalt des Hambacher Forstes.

Am Samstag hatte Grothus gesagt, sie erwarte nach der Einigung der Kohlekommission eine Entschärfung des Konflikts um den Wald. Das sei ein Grund gewesen, der «schwachen Formulierung» zuzustimmen. «Letzten Endes haben wir das gemacht, um die Situation vor Ort zu befrieden, was man eigentlich von der Politik hätte erwarten müssen.»

In dem Konzept der Kommission «Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung» heißt es: «Die Kommission hält es für wünschenswert, dass der Hambacher Forst erhalten bleibt.» Der Konflikt um den Wald, der nach den bisherigen Plänen für den Braunkohletagebau abgebaggert werden soll, hatte sich im vergangenen Jahr zugespitzt und auch in Gewalt entladen.

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