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Protestcamp

Architekturmuseum wollte Hütte aus Lützerath für Ausstellung

Frankfurt/Erkelenz

Das Deutsche Architekturmuseum hat sich nach eigenen Angaben vergeblich bemüht, eine Hütte aus dem Protestcamp im Braunkohleort Lützerath zu retten und sie in einer Ausstellung zu zeigen. 

Von dpa

Photovoltaikanlagen werden von Greenpeace, "Lützerath Lebt" und "Alle Dörfer Bleiben" auf einem Holzturm, dem Mittelpunkt und Versammlungsort des Protestcamps, installiert. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa

Das Häuschen namens „Rotkoehlchen“ sei bei den Räumungsarbeiten des Energiekonzerns RWE am Wochenende zerstört worden, teilte das Museum bei Instagram mit.

Die Idee sei gewesen, das Holzhaus in einer Ausstellung zum Thema «Protest/Architektur» zu zeigen, sagte Kurator Oliver Elser am Montag der Deutschen Presse-Agentur. Die ab Herbst geplante Schau geht der These nach, dass Protestbewegungen den öffentlichen Raum nicht nur durch ihre Botschaften prägen, sondern auch durch ihre – meist temporären – Bauten.

Leihvertrag mit Aktivisten ausgehandelt

Elser zufolge standen die Ausstellungsmacher seit längerem in Kontakt mit den Aktivisten, die gegen die Räumung von Lützerath kämpfen. Der kleine Ort nordwestlich von Köln soll weichen, damit RWE die darunter liegende Braunkohle abbaggern kann. Elser sagte, es habe bereits einen Leihvertrag mit den Aktivisten gegeben. Gespräche mit Polizei uns RWE seien aber nicht erfolgreich gewesen.

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