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Umweltschutz

Atomkraftgegner warnen vor Laufzeitverlängerung für AKW

Hannover (dpa/lni)

Umweltverbände und Bürgerinitiativen haben vor einer längeren Nutzung von Atomkraftwerken in Deutschland gewarnt. Mit Blick auf Äußerungen von Nordrhein-Westfalens Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) über eine Laufzeitverlängerung der drei verbliebenen Atomkraftwerke in Deutschland bis 2029 betonten sie, die Nutzung der Atomenergie könne keine Lösung der aktuellen Energie- und Klimaprobleme darstellen. «Die Nutzung der Atomenergie ist nicht nachhaltig, sie ist teuer, sie ist extrem risikobehaftet, und der Atommüll bedeutet ein schweres Erbe für die kommenden Generationen», hieß es in einer am Mittwoch verbreiteten Erklärung.

Von dpa

Kühltürme eines Atomkraftwerkes stehen hinter einem Verbotsschild. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa/Symbolbild

Sie wurde unter anderem von der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg, dem Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) und dem Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen unterzeichnet. «Anstatt die Produktion noch weiteren Atommülls in anderen Bundesländern zu fordern, wäre Minister Pinkwart gut beraten, sich um den bereits vorhandenen Atommüll in NRW, zum Beispiel in Gronau und Ahaus, zu kümmern», so BBU-Vorstandsmitglied Udo Buchholz.

Pinkwart hatte auf Möglichkeiten einer Laufzeitverlängerung hingewiesen. Zwar sehe der Bund im Weiterbetrieb kurzfristig keinen Beitrag zur Sicherung der Strom-Versorgungssicherheit. Für den Zeitraum 2023 bis 2029 gebe es aber «noch keine abschließende Festlegung, auf diese Option zu verzichten. So habe ich das verstanden», hatte Pinkwart in Düsseldorf gesagt.

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