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Bericht: Innenministerium treibt SMS-Warnsystem voran

Berlin (dpa)

Von dpa

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) spricht bei einer Pressekonferenz. Foto: Wolfgang Kumm/dpa/Archivbild

Nach der Flutkatastrophe im Westen Deutschlands treibt das Bundesinnenministerium einem Medienbericht zufolge die Einführung eines Warnsystems per SMS voran. Er habe die Einführung des sogenannten Cell Broadcasting am Mittwoch in Auftrag gegeben, sagte Minister Horst Seehofer dem ARD-Hauptstadtstudio nach einer Mitteilung vom Freitag. Der CSU-Politiker betonte demnach erneut, er betrachte das System als Ergänzung zu den bestehenden Warnmitteln. «Die Warnung der Bevölkerung muss klappen, auf allen Kanälen. Wenn man nachts geweckt wird, muss man sofort wissen, was passiert ist und wie man sich verhalten soll.» Die Textnachricht könne Sirenen, Apps und den Rundfunk ergänzen. «Wir brauchen sie», so Seehofer laut ARD-Hauptstadtstudio.

Nach der Unwetterkatastrophe hatte es Vorwürfe gegeben, die Menschen in den betroffenen Gebieten seien nicht schnell genug gewarnt worden. Beim Cell Broadcasting wird ähnlich wie bei einer SMS eine Nachricht an Handy-Nutzer verschickt - und zwar an alle Empfänger, die sich zu dem Zeitpunkt in der betreffenden Funkzelle aufhalten. Dem Bericht zufolge betonte das Innenministerium, einen Zeitplan zur Einführung des Systems gebe es noch nicht.

Mitte der Woche hatte Seehofer gesagt, das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) habe zur Warnung per Cell Broadcasting bereits im Frühjahr eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben. Dessen Präsident Armin Schuster gehe davon aus, dass das noch vor der Bundestagswahl erwartete Ergebnis positiv sein werde.

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