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Bericht: Weniger Chancen mit Haupt- und Realschulabschluss

Düsseldorf (dpa/lnw)

Unternehmen in NRW setzen bei der Vergabe von Ausbildungsplätzen immer stärker auf Abiturienten statt auf Haupt- und Realschüler. Das ist das Ergebnis einer Studie des Forschungsinstituts für Bildungs- und Sozialökonomie im Auftrag der SPD-nahen Friedrich-Ebert-Stiftung, über die die «Rheinische Post» berichtete (Dienstagsausgabe). «Das Abitur ist der einzige Schulabschluss, der mit Sicherheit eine Zukunftschance eröffnet. Für alle anderen Abschlüsse gilt das nur mit erheblichen Einschränkungen, auch und gerade in NRW», zitierte die RP die Studienautoren.

Von dpa

In NRW beginnen demnach 60 Prozent der Real- und Hauptschulabsolventinnen und -absolventen eine Ausbildung, außerdem startet ein Drittel derjenigen ohne Abschluss eine solche. Bundesweit liege der Wert bei 90 Prozent. Zugleich beginnen 55 Prozent der Abiturienten in NRW eine Ausbildung, bundesweit dagegen 45 Prozent. Die Zahl der Plätze sei zudem gesunken, was Bewerbern mit höherem Abschluss ebenfalls in die Hände spiele.

Probleme diagnostiziere die Studie auch in den Kitas, wo Kinder mit Migrationshintergrund klar unterrepräsentiert seien. Dabei sei ein Kita-Besuch auch für die Sprachentwicklung besonders wichtig. Die Studie geht laut RP wieder von einem Anstieg der Schülerzahlen bis in die 2030er-Jahre aus. Wegen dieses «demografischen Aufwachsens» und eines absehbaren Ausscheidens der Babyboomer-Generation unter der Lehrerschaft werde der Personalbedarf nicht zu decken sein.

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