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Energie

„Blackout“: NRW-Krisenstab hat Ausweichquartier in Münster

Münster

Die Behörden bereiten sich angesichts der drohenden Energieknappheit im Winter auf längere Stromausfälle vor. Sollt es in der Landeshauptstadt Düsseldorf keinen Strom geben, hat der NRW-Krisenstab ein Ausweichquartier in Münster.

Von Stefan Biestmann

Der Mast einer Hochspannungsleitung steht bei sonnigem Herbstwetter in einem Feld. Foto: dpa (Symbolbild)

Eigentlich ist der Krisenstab der NRW-Regierung im Landesinnenministerium angesiedelt. Doch im Fall eines „Blackouts“, also eines längeren Komplett-Stromausfalls, kann das Expertenteam ein Ausweichquartier in Münster beziehen – im Institut der Feuerwehr NRW an der Wolbecker Straße in Münster.

„Der Ausweichsitz des Krisenstabs in Münster bietet eine gewisse räumliche Distanz zu Düsseldorf – ein nahe gelegener Standort könnte in einem Katastrophenfall ebenfalls betroffen sein“, teilte ein Sprecher des NRW-Innenministeriums am Freitag auf Anfrage unserer Redaktion mit. „Zudem verfügt das Institut der Feuerwehr über ausreichende Übernachtungs- und Verpflegungsmöglichkeiten für das vorgesehene Personal.“

150 speziell geschulte Mitarbeiter

Das Institut der Feuerwehr ist mit etwa 180 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern nach eigenen Angaben die größte deutsche Feuerwehraus- und -fortbildungseinrichtung. Zudem verfüge der Standort über 300 Internatsplätze. Auch jetzt schon werde das Institut für die Ausbildung und für Übungen von Krisenstäben genutzt, erklärte das Ministerium. Bei dem Standort handle es sich darüber hinaus „um eine abgegrenzte Liegenschaft mit Zugangskontrolle“. Für den Krisenstab stehen „rund 150 speziell geschulte Mitarbeiter aus dem Innenministerium bereit“, hieß es. Die jetzigen Räume des Gremiums in Düsseldorf seien notstromgepuffert und mit Satellitentelefonen ausgestattet.

„Die jüngsten Angriffe auf die Gaspipelines und die Netze der Deutschen Bahn zeigen: Die Bedrohung in unserem Land ist konkreter als noch vor einigen Monaten“, teilte NRW-Innenminister Reul in einem Schreiben mit, das unserer Redaktion vorliegt. Die Sorge vor einem Blackout treibe viele Menschen um. Das Land sei aber „auf die Eventualitäten der Krise, so gut es geht, vorbereitet“.

Man könne sich weiter auf Polizei, Feuerwehr und Katastrophenschutz verlassen. Über mögliche Szenarien im „Blackout“-Fall will Reul in der übernächsten Woche auch mit den Bezirksregierungen reden.

Städtischer Krisenstab

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