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Brandserie in Dortmund: Angeklagter schweigt vor Gericht

Dortmund (dpa/lnw)

Ein 33-jähriger Mann soll in Dortmund 15 Brände gelegt haben. Zwei Fälle wertet die Staatsanwaltschaft als Mordversuche. Bereits Tage vor den Taten soll er an den späteren Brandorten Vorkehrungen getroffen haben.

Von dpa

Statue der Justitia mit einer Waage und einem Schwert in der Hand. Foto: Arne Dedert/dpa/Symbolbild

Nach einer Serie von Brandstiftungen in Dortmund hat ein 33 Jahre alter Angeklagter am Dienstag vor dem Dortmunder Landgericht beim Prozessauftakt geschwiegen. Der Mann war im Oktober 2020 festgenommen worden. In seinen ersten Vernehmungen bei der Polizei soll er die Taten abgestritten haben.

Die Staatsanwaltschaft hat in der Anklageschrift 15 Brandstiftungen aufgelistet, die fast alle nachts und im Umfeld des Wohnorts des Angeklagten verübt worden sind. Tatorte waren eine Kindertagesstätte, ein abgestellter Laster, mehrere Kleingartenlauben und immer wieder die Kellerräume von Mehrfamilienhäusern. In zwei Fällen soll der Angeklagte dabei den Tod der schlafenden Hausbewohner billigend in Kauf genommen haben. Unter anderem wirft die Staatsanwaltschaft ihm vor, einige Tage zuvor bewusst die Rauchmelder in den Hausfluren zerstört zu haben, um eine frühzeitige Entdeckung des Brandes zu verhindern.

Der Prozess gegen den Deutschen wird noch mindestens bis zum September dauern. Die Richter des Dortmunder Schwurgerichts haben mehr als 40 Zeugen geladen.