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Prozess

Brandserie in Dortmund: Haftstrafe und Drogentherapie

Dortmund (dpa/lnw)

Die Staatsanwaltschaft klagt einen mutmaßlichen Brandstifter wegen 15 Taten an und wertet zwei Fälle sogar als Mordversuch. Nach 30 Verhandlungstagen sind sich alle einig: Ganz so war es nicht.

Von dpa

Eine Darstellung der Göttin Justitia. Foto: Carsten Koall/dpa/Symbolbild

Ein 35-jähriger Mann aus Dortmund ist vom Dortmunder Landgericht wegen Beihilfe zum Bandendiebstahl und zur Brandstiftung zu vier Jahren und zwei Wochen Haft verurteilt worden. Ursprünglich hatte die Staatsanwaltschaft dem Mann 15 Brandstiftungen vorgeworfen und davon zwei Fälle sogar als versuchten Mord an zahlreichen Hausbewohnern klassifiziert. «Die Anklage ist aber ziemlich in sich zusammengeschmolzen», sagte der Vorsitzende Richter Thomas Kelm in der Urteilsbegründung am Montag.

Der Angeklagte hatte im Prozess erklärt, er habe sich im Herbst 2019 mit mehrere Komplizen zu einer Bande zusammengeschlossen, um Diebstähle zu begehen. Während er Schmiere gestanden habe, hätten seine Mittäter in Kellern von Mehrfamilienhäusern nach E-Bikes gesucht. Irgendwann hätten sie dann damit angefangen, nach den Taten Brände zu legen - wahrscheinlich, um Spuren zu verwischen.

Diese Angaben konnten dem 35-Jährigen nicht widerlegt werden. Verurteilt wurde er deshalb nur für die Taten, bei denen an den Tatorten auch seine DNA gesichert worden war. Die Namen seiner angeblichen Komplizen hat der Dortmunder im Prozess nicht verraten.

Einen Teil der Strafe soll der Angeklagte für eine Drogentherapie nutzen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. 

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