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Bundestagswahl: Landeswahlleiter sieht keine Gefahr

Düsseldorf (dpa/lnw) - Landeswahlleiter Wolfgang Schellen sieht keine konkrete Gefahr einer Manipulation der Bundestagswahl in Nordrhein-Westfalen. In NRW komme die in die Kritik geratene Software «PC-Wahl» nur in wenigen Kreisen und Gemeinden zum Einsatz, teilte er am Freitag mit. Auf Landesebene werde das Programm nicht verwendet.

dpa

Wolfgang Schellen, Landeswahlleiter von Nordrhein-Westfalen. Foto: Federico Gambarini

Die Übermittlung der Wahlergebnisse durch die Kreiswahlleitungen am Wahlabend erfolge telefonisch und setze eine Authentifizierung aufseiten des Anrufers voraus. Die mitgeteilten Ergebnisse würden anschließend mehrfach überprüft, bevor sie dem Bundeswahlleiter zur Ermittlung des vorläufigen Wahlergebnisses übersandt werden.

Spätestens beim endgültigen Wahlergebnis würde eine elektronische Manipulation des vorläufigen Ergebnisses ohnehin auffallen. Dennoch seien die Helfer noch einmal sensibilisiert worden.

Sicherheitsforscher hatten gravierende Mängel in der Software gefunden. Nach den Untersuchungen eines Informatikers aus Darmstadt und des Chaos Computer Clubs (CCC) klaffen in dem Programm «PC Wahl» des Anbieters Vote IT etliche Sicherheitslücken.

Ein Sprecher des Bundeswahlleiters hatte von einem «ernsten Problem» gesprochen. Der Hersteller habe aber inzwischen etliche Updates der Software nachgeliefert, um Lücken zu schließen.

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