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Prozesse

Bundeswehrsoldat wegen versuchten Mordes vor Gericht

Bonn (dpa/lnw) - Wegen versuchten heimtückischen Mordes muss sich seit Dienstag ein 24-jähriger Bundeswehrsoldat vor dem Bonner Landgericht verantworten. Am 22. Juli 2018 soll der Angeklagte seiner Ex-Freundin vor ihrer Bonner Wohnung aufgelauert, sie in den Schwitzkasten genommen und mit einem Messer am Hals verletzt haben. Als es der 23-Jährigen gelang, wegzulaufen, soll er ihr elf Mal in den Rücken gestochen haben. Einige der Stiche seien akut lebensbedrohlich gewesen. Zwei Tage zuvor soll die 23-Jährige sich von dem Soldaten getrennt haben.

dpa

Eingang des Landgerichtes in Bonn. Foto: Daniel Naupold

Der Angeklagte legte am ersten Prozesstag ein Geständnis ab. Allerdings bestritt er, seiner Ex-Freundin mit einem Messer aufgelauert zu haben. Vielmehr habe sie, als sie das Haus verließ, in die Hosentasche gegriffen, unerwartet ein Messer gezogen und gesagt: «Du bist ein toter Mann.» Reflexartig habe er daraufhin das Messer gepackt und gegen sie gerichtet. «Ich war nicht mehr ich selbst», sagte der Mann.

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