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CDU-Minister kritisieren unionsinternen Umgang mit Laschet

Düsseldorf (dpa/lnw)

Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul und Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (beide CDU) haben den unionsinternen Umgang mit dem massiv unter Druck stehenden Kanzlerkandidaten Armin Laschet scharf kritisiert. Hier «findet die politische Vernichtung eines Menschen statt», sagte Laumann im WDR-Magazin «Westpol». Es widere ihn an, wie mit Laschet umgegangen werde. Dass auch Angriffe teilweise aus den eigenen Reihen kämen, sei ein Zustand, «der ist schlimm».

Von dpa

Innenminister Herbert Reul geht an Fotos von Armin Laschet (l) und Karl-Josef Laumann vorbei. Foto: Federico Gambarini/dpa/Archivbild

Laumann und NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) gelten als Vertraute des nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Laschet. Reul nannte den Umgang mit dem CDU-Bundesvorsitzenden am Donnerstag «unerträglich». Im Fernsehsender «Welt» sagte er: «Bei einigen habeich den Eindruck, die interessiert nur noch ihre eigene Karriere und andere Leute stören.» Auf die Frage, ob er damit auch auf CSU-Chef Markus Söder anspiele, antwortete Reul: «Es gibt mehrere Leute und ich finde es unerträglich.»

Reul äußerte auch Mitgefühl für Laschet. «Das muss sehr anstrengend sein und auch sehr bedrückend. Und vielleicht auch enttäuschend.» Aus der Regierungszeit mit Laschet in NRW nehme er viel Positives mit wie eine faire Zusammenarbeit, gegenseitige Achtung und die Zusammenführung von Gegensätzen.

Nach der Bundestagswahl, bei der die Union hinter der SPD auf Platz zwei landete, nehmen SPD, Grüne und FDP inzwischen Kurs auf ein Ampel-Bündnis. Die Chancen für eine Koalition aus Union, FDP und Grünen werden dagegen immer kleiner. Laschet steht seit dem Wahldesaster der CDU/CSU massiv unter Druck.

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