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Dortmund

CSD in Dortmund: Teilnehmer sollen geschlagen und verletzt worden sein

Dortmund (dpa/lnw)

Nach einer Christopher-Street-Day-Veranstaltung am vergangenen Samstag in Dortmund sollen drei junge Teilnehmer geschlagen und verletzt worden seien. Die zwei Männer im Alter von 21 Jahren und die 18-jährige Frau seien vor Ort von einem Rettungswagen behandelt worden, sagte ein Polizeisprecher am Freitag.

Von dpa

Eine Regenbogenflagge weht im Wind. Foto: Federico Gambarini/dpa/Symbolbild

Die beiden Tatverdächtigen seien davongelaufen, sie sollen der Beschreibung zufolge 16 oder 17 Jahre alt sein. Auf die Attacke aufmerksam gemacht hatte am Freitag zunächst der Verein Slado, ein Dachverband der queeren Community in Dortmund.

Die Polizei hatte einen Tag nach dem CSD noch von einer "ausnahmslos friedlichen Versammlung" gesprochen. Der Angriff ereignete sich nach Angaben des Polizeisprechers vom Freitag auf dem Friedensplatz, wo auch die Demo mit rund 7000 Teilnehmern stattgefunden hatte - gegen 20.50 Uhr, also etwa drei Stunden nach Ende der Veranstaltung.

Die beiden Tatverdächtigen sollen die drei Betroffenen erst angesprochen und gesagt haben, sie wollten mit ihnen ein Interview führen, wie der Polizeisprecher sagte. Als die drei ablehnten, seien sie geschlagen worden. Zum Motiv könne man noch nichts sagen. Slado berichtete außerdem, dass bei dem CSD ein Teilnehmer bespuckt und der Demozug mit Eiern beworfen worden sei. Dazu war bei der Polizei nichts bekannt.

Laut Slado machten Rechtsextreme außerdem Fotos einzelner Teilnehmer und veröffentlichten diese in Telegram-Kanälen. Laut Mitteilung der Polizei vom Sonntag wurden an dem Tag zwei Rechtsextremisten am Hauptbahnhof Platzverweise erteilt.

Nur wenige Tage zuvor hatte die tödliche Attacke auf den trans Mann Malte am Rande des CSD in Münster deutschlandweit für Schlagzeilen gesorgt.

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