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Prozesse

Cyber-Grooming: 25-Jähriger gesteht Kindesmissbrauch

Düsseldorf (dpa/lnw) - Im Prozess um sogenanntes Cyber-Grooming hat ein Bauarbeiter in Düsseldorf umfassend gestanden. Alle Vorwürfe der Anklage stimmten, sagte der 25-Jährige am Freitag am Düsseldorfer Landgericht. Er habe gucken wollen, wie weit er gehen könne. Er ist wegen Kindesmissbrauchs und Verbreitung von Kinderpornografie angeklagt und bereits einschlägig vorbestraft: Er hat zwei Jahre Jugendhaft wegen Kinderpornografie verbüßt.

dpa

Die Aufschrift «Landgericht Düsseldorf» am Gebäude des Landgerichtes. Foto: Martin Gerten

Der Mann ohne Schulabschluss, der in Neuss bei seinen Eltern wohnt, hatte sich über Social-Media-Apps wie Instagram und Likee an kleine Mädchen herangemacht. Dazu hatte er sich falsche Profile zugelegt und als Mädchen oder Junge ausgegeben.

So soll er in 22 Fällen seine Opfer dazu gebracht haben, ihm teilweise pornografische Nacktaufnahmen zu senden. Die Fotos und Videos der Kinder soll der 25-Jährige dann in einer von Pädophilen betriebenen WhatsApp-Gruppe verbreitet haben.

Aufgeflogen war der Mann, der bei seinen Eltern wohnt, durch die Strafanzeige der Mutter eines zwölfjährigen Mädchens und Ermittlungen gegen einen mutmaßlichen Mittäter aus dem Schwarzwald. Das Urteil könnte noch am Freitag verkündet werden.

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