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Notizen aus einer Reptilienauffangstation

Das Gift der Schwarzen Mamba

Man liebt sie – oder man fürchtet sie. Ein Dazwischen gibt es selten. Das Team der Reptilienauffangstation in Rheinberg gehört eindeutig zur Kategorie Nummer eins. Notizen aus einem Zuhause auf Zeit für Schlangen und mehr.

Von Annegret Schwegmann

Auch die Kreuzotter ist vom Aussterben bedroht. Foto: IMAGO/Christoph Bosch

Schade, dass der Chef und die Chefin gerade nicht zuhören, als Niklas Schumacher die ­gläserne Tür des Terrariums schließt und einen vorläufig letzten Blick auf den sich räkelnden Schwarzkehlwaran wirft. „Ich kümmere mich um die schönsten Tiere und werde ­dafür sogar noch bezahlt“, denkt der Tierpfleger gerade laut. Ein Kind, das auf der anderen Seite des Terrariums den Waran beobachtet, scheint genug Gesprächsfetzen aufgefangen zu haben, um sich seine eigene Meinung bilden zu können. „Schöne Tiere?“, murmelt der Junge. „Mit der Haut?“ Wie auf ein Stichwort löst sich ein neuer handtellergroßer Placken von der schuppig-trockenen Haut. Der ­Waran häutet sich gerade. In dieser Übergangsphase sieht kein Tier sonderlich anziehend aus.

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