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Diebstahl von Bienenvölkern beschäftigt Imker

Köln/Mayen (dpa)

Von dpa

Ein Streifenwagen der Polizei steht mit eingeschaltetem Blaulicht an einem Einsatzort. Foto: Carsten Rehder/dpa/Symbolbild

Der Diebstahl von Bienenvölkern macht den Imkern in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz weiter zu schaffen. Allein beim Imkerverband Rheinland sind dieses Jahr bisher 27 Diebstähle bekannt, wie der Schriftführer Hubert Quandt sagte. Quandt ist in dem Verband mit 1400 Hobbyimkern auch für die Koordination der Versicherungsanfragen zuständig.

«Meistens werden ein bis drei Bienenvölker pro Fall gestohlen, einmal waren es aber auch neun, einmal zwölf», sagte Quandt. «Bienenvölker stehen in der freien Natur und nicht unter ständiger Beobachtung.» Dadurch werde der Diebstahl erleichtert.

Und sind die Insekten erst mal weg, gibt es so schnell auch meist kein Wiedersehen mit dem Imker. «Ich hab es noch nie gehört, dass die Diebstähle aufgeklärt werden», sagte Quandt. «Was die Sache so traurig macht: Das kann ja nur ein Imker sein.» Gerade im Frühjahr seien die Diebe unterwegs. Einige Bienenvölker überleben den Winter nicht, deren Imker stehen dann im Frühjahr ohne Tierchen da - und bedienen sich wohl bei ihren Kollegen, vermutete Quandt.

Nach Angaben der Imkerversicherung, in der alle Landesverbände versichert sind, entstehen bei einem Diebstahl schnell mehrere Hundert Euro Schaden. Im laufenden Jahr seien deutschlandweit von den Hobby- und Berufsimkern in den Landesverbänden bereits 195 Fälle gemeldet worden, 2020 waren es insgesamt 338. Die Dunkelziffer liege wohl noch höher, da nicht alle Imker bei der Versicherung unter Vertrag seien.

Der Imkerverband Rheinland vertritt Hobbyimker aus der südlichen Hälfte NRWs, unter anderem den Regierungsbezirken Düsseldorf und Köln, sowie aus Rheinland-Pfalz.

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